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Konsequentes Erziehen ohne Schimpfen, Schreien und Strafen – Fünf Tipps, um auf Bestrafung zu verzichten

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Inhaltsverzeichnis

Die meisten von uns, also aus der jetzigen Elterngeneration, sind mit Konsequenzen aufgewachsen: Fernsehverbot, Hausarrest oder „Du gehst jetzt auf dein Zimmer“ – das kennen wir nur zu gut aus eigenem Erleben.

Ich persönlich erinnere mich an Sätze wie „Wenn du heute nicht Klavier übst, darfst du nicht Gitarre spielen.“

Noch schlimmer:
Wenn du dich als Kind anders als gewünscht verhalten hast und dann deine Eltern vielleicht tagelang kein Wort mit dir sprachen.

Ganz wichtig ist mir:

Ich möchte meinen Eltern keinen Vorwurf machen oder ihnen die Schuld geben an den Folgen, die dadurch bei mir entstanden sind. Sie haben damals das ihnen Bestmögliche getan. Heute reagieren sie anders. Und: Ich habe selber in der Hand, wie ich mit meinen Erfahrungen in der Vergangenheit umgehe.

Was ich sagen möchte, ist dies:

Ich weiß, wie schwierig es ist, in der eigenen Elternschaft solche erlernten und erlebten Verhaltensmuster abzulegen.

Ich möchte dich einladen, Geduld und Verständnis mit dir zu haben. Die aus den eigenen Erlebnissen entstandenen Knoten brauchen Zeit, um sich zu lösen. Wenn du sie jedoch einmal gelöst hast, wirst du dich frei fühlen und ganz anders mit dem Thema Konsequenzen umgehen können.

Schimpfen, Bestrafen und auch Belohnen: Du kommst sehr gut ohne aus, und dein Kind erst recht. Ich lade dich ein, in diesem Blogartikel zu lesen, wie du mit deinem Kind in Verbindung bleibst, auch wenn es sich gerade wenig kooperativ zeigt.

Gründe, wieso du auf Bestrafung verzichten solltest

Folgendes gilt als Einladung an dich. Keiner MUSS oder SOLL irgendetwas.

Eltern lösen mit Konsequenzen beim Kind Schuldgefühle, Angst und Scham aus. Die Kinder fangen dann an zu „funktionieren“, das heißt ihre Verhaltensweisen dienen der Vermeidung von Konsequenzen statt auf echter, eigener intrinsischer Motivation zu beruhen.

Oft bilden sich da auch negative Glaubenssätze wie

„Ich mache immer alles falsch“

oder

„Ich bin einfach nicht gut genug“

oder

„Ich muss erst alles richtig machen, damit ich geliebt werde“.

Das Selbstwertgefühl kann sich unter solchen Voraussetzungen natürlich nur schwer zum Positiven entwickeln.

Kinder können bis zu einem bestimmten Alter den Verlauf der Situation noch kaum absehen. Demnach können sie dafür auch keine Verantwortung übernehmen. Das kommt mit der Zeit. Und das lernen die Kinder, indem wir ihnen vorleben, wie es geht.

Darf mein Kind also tun, was es möchte?

Kinder ohne Konsequenzen zu begleiten bedeutet keinesfalls, dass du auf konsequentes Handeln verzichtest. Im Gegenteil! „Konsequent“ steht für Eltern, die wissen, wo der Hase langläuft; Eltern, die in ihrer Haltung klar sind; Eltern, die eine klare Richtung vorgeben.

Konsequente Eltern erfüllen durch ihr Verhalten das Bedürfnis des Kindes nach Sicherheit, Orientierung, Halt, Ordnung, Autorität und Führung.

Ja – du hast richtig gelesen: Auch Führung ist ein Bedürfnis von Menschen. Der eine Mensch braucht mehr Führung, der andere weniger. Genauso ist es mit Kindern. Das ist eine sehr individuelle Sache.

Frage dich also gerne:

Welches Bedürfnis steht hinter deiner Entscheidung? Wenn du auf so alte Glaubenssätze kommst wie „Na ja, das macht man halt so“ – dann geht es um Prinzipien und du steckst in einem Machtkampf fest.

Frage dich dann erneut:

Warum brauche ich das jetzt? Denn: Wer ist dieser ominöse „man“, und wer hat das eigentlich überhaupt gesagt, dass „man“ irgendwas so und so macht?

Ich darf dir sagen, dass solche Momente sehr erleuchtend sind, was die eigene Kindheit betrifft. Sicher kennst du diese Art von Sätzen aus deiner eigenen Kindheit – bei mir waren es Aussagen wie:

„Man sagt immer bitte und danke.“

„Man gibt immer die Hand.“

„Man isst erst, wenn alle etwas auf dem Teller haben.“

Es gibt noch so viele Beispiele mehr, und jeder hat eigene, die er nennen kann. Um wie viel freier fühle ich mich, seit ich diese „man“-Sätze aus meinem Leben entfernt habe!?

Sich von den „man“-Sätzen zu befreien bedeutet, nach den eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen der Kinder zu leben und zu handeln.

Kommen wir zurück:
Ich lade dich ein, dich immer zu fragen, welches Bedürfnis hinter deiner Entscheidung steht.

Ich bin mir sicher: Am Ende werden einige wenige Bedürfnisse übrigbleiben, bei denen du konsequent sein wirst.

Da geht es dann zum Beispiel um die körperliche und seelische Gesundheit deines Kindes, um Fürsorge, um Bewegung, ausreichend Schlaf und Essen und solche Bereiche.

Zu guter Letzt sind konsequente Eltern auch schlüssig.

Sie handeln nachvollziehbar und verständlich. Das bedeutet keineswegs, dass wir unsere Kinder volllabern, damit sie auch wirklich verstehen, warum wir etwas auf diese oder jene Weise entscheiden.

Gerade bei kleineren Kindern reicht es völlig zu sagen:

„Das entscheide ich als dein/e Mutter/Vater, weil ich für dich verantwortlich bin.“

Oder auch:

„Das entscheide ich jetzt, damit du gesund bleibst.“

Oder ähnliches.

Ich persönlich sage gerne:

„Ich bin deine Mama, und ich kümmere mich um dich.“

Das heißt übersetzt:

„Ich bin deine Mama, und ich weiß, was zu tun ist.“

Davon bin ich überzeugt. Deshalb habe ich da meinen Kindern eine ganz klare Haltung gegenüber.

Fakt ist:

Eltern haben die Verantwortung und sie tragen die Verantwortung ihres Handelns.

Erziehen ohne Strafen und gleichzeitig konsequent sein - geht das?

„Wenn du jetzt nicht aus der Badewanne kommst, gibt es heute Abend keine Gute-Nacht-Geschichte.“

Oder:

„Wenn du jetzt nicht endlich deine Hausaufgaben machst, kannst du Fernsehschauen für eine Woche lang vergessen!“

Die Momente, in denen wir solche Konsequenzen androhen, sind oft Stressmomente, in denen uns der Kragen platzt. Die Kinder verweigern die Kooperation.

In solchen Situationen die Nerven zu behalten, ist eine Kunst. Sei gerne geduldig mit dir. Du befindest dich in einem Prozess, und manchmal läuft es halt suboptimal. Du hast ja auch deine eigenen unerfüllten Bedürfnisse.

Ich schlage vor, statt Konsequenzen auszurufen, dich in solchen Momenten mal ganz kurz um dich selbst zu kümmern. So genannte Exit-Strategien helfen dir, die Nerven zu behalten.

Nimm dir wirklich ein bis zwei Minuten, in denen du dich um dich kümmerst. Es gibt eine Vielzahl an Exit-Strategien, mit denen du aus diesen Stresssituationen herausfindest. Da findet am besten jeder, was für ihn selbst gut funktioniert.

Für mich ist es beispielsweise stupides Zählen. Zwei Runden stupides Zählen und mein Puls ist wieder im Normalbereich. Und dann kann ich auch wieder empathisch auf mein Kind zugehen und Führung geben (sofern sie überhaupt nötig ist).

In der Gewaltfreien Kommunikation gibt es keine Konsequenzen, sondern es wird immer nach Wegen gesucht, damit es für alle machbar ist. Das kann ab und an mal dauern, bis das klappt. Doch statt Trennung, Schmerz, Schuld, Scham, Angst oder Überforderung haben wir Verbindung.

Die Verbindung mit unseren Kindern – das ist ein großes Ziel der bedürfnisorientierten Erziehung und Begleitung unserer Kinder. Erziehung ohne Bestrafung und die Verbindung mit unseren Kindern – diese Ziele erreichen wir nur, wenn wir auch mit uns in Verbindung stehen. Und das setzt voraus, dass wir klar wissen, was wir wollen und was wir brauchen.

Mein Lieblingssatz in dem Zusammenhang ist: Eltern entscheiden, was gemacht wird.

Das „Wie“ können die Kinder mitgestalten.

Beispiel Zähneputzen:
Dass das morgens und abends stattfindet, setzen wir als Eltern fest. Wie das Zähneputzen so gestaltet wird, dass es für die Kids möglichst angenehm ist, können wir gemeinsam herausfinden. Ähnliches gilt für den Umgang mit Medien, für das Anziehen, für das Einschlafritual usw.

Wieviel das Kind schon mitgestalten kann, kommt natürlich auf sein Alter an. In meiner Podcast-Folge „Handeln statt Reden“ gehe ich darauf genauer ein, dass es natürlich ein Missverständnis wäre, jetzt Zweijährige Kinder mit tausend Fragen zu bombardieren.

Am Ende bleiben wenige Bereiche, in denen wir als Eltern wirklich konsequent werden, doch diese sind dann mit viel Wissen gut zu begründen.

Ich als Mama oder Papa habe eine klare Haltung, und da gibt es kein „Richtig“ oder „Falsch“. Jeder bildet sich seine eigene Meinung und hinterfragt sie auch immer wieder.

Familie A kommt vielleicht zu völlig anderen Ergebnissen als Familie B. Das ist in Ordnung! Ich finde es nur wichtig, dass sowohl Familie A weiß, warum sie es so macht, wie sie es macht, wie auch Familie B sich über die Gründe ihrer Entscheidungen im Klaren ist.

Eines ist klar:

Wenn wir konsequent sind, wird es Momente geben, in denen unser Kind völlig außer sich ist, vielleicht auch Wutausbrüche bekommt. Denn in solchen Momenten wird sein Bedürfnis unter deines gestellt – da würde ich ja ehrlich gesagt auch ausflippen.

Diese starken Gefühle des Kindes gilt es zu begleiten. Sie dürfen sein! Die Gewaltfreie Kommunikation kann dir mit ihrer Haltung und ihrer Technik sehr dabei helfen, diese Gefühle deines Kindes zu begleiten.

Konsequente Eltern hinterfragen regelmäßig ihre Ansätze.

Es ist doch wunderbar: Wir dürfen unsere Meinung verändern! Denn wir und unsere Kinder verändern uns doch auch täglich!

Für viele Mamas und Papas ist dieser Denkansatz überraschend und neu, denn viele von uns sind ja mit Sätzen aufgewachsen wie „Wer A sagt, muss auch B sagen – komme, was da wolle.“

Ich habe kürzlich ein wunderbares Zitat von Bertolt Brecht dazu gefunden, und da heisst es:

„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.“

Ich finde diesen Denkansatz so wunderbar!

Führung ist ein Bedürfnis, doch sie ist nur in manchen Fällen der Schlüssel. Wenn du dauerhaft konsequent bist, weil du weißt, was du tust, weil du hinterfragst und klar in deiner Haltung bist, dann übernimmst du Verantwortung und dein Kind braucht keine Konsequenzen zu tragen.

Beobachte dein Kind:

Es zeigt dir durch sein Verhalten – mal deutlicher und mal etwas weniger deutlich –, was es braucht. Nähe, Führung, Ordnung, Orientierung, Sicherheit, Liebe oder etwas anderes … es gibt viele Gründe für einen Wutausbruch beim Kind!

Das unerfüllte Bedürfnis nach Führung kann eine Ursache sein, es gibt auch andere.

Unsichere Eltern entscheiden mal so, mal so. Diese Unsicherheit spüren die Kinder. Mal hü, mal hott – das überfordert die Kinder.

Vermutlich werden die Kinder irgendwann verhaltensauffällig, mit provozierendem Verhalten wie Brüllen, Schlagen, Verweigerung oder Ähnlichem.

Dabei fehlt es ihnen „nur“ an Sicherheit.

Fünf Tipps, damit Erziehung ohne Schimpfen funktioniert

Im Folgenden möchte ich dir kurz und knapp einige Tipps vorschlagen, die ich persönlich für sinnvoll und hilfreich halte. Sieh sie vielleicht weniger als Lösung all deiner Probleme oder als klare Handlungsanweisungen – ich möchte immer nur Denkanstöße geben.

Ich hoffe, meine Vorschläge sind dennoch hilfreich für dich.

Fazit

Kinder ohne Strafen und Belohnungen zu erziehen – das ist für unsere Generation ein geradezu revolutionärer Ansatz, denn wir wurden ja selbst meist so erzogen und kennen erst mal nur das.

Wenn du meine Argumente gegen eine Erziehung mit Konsequenzen überzeugend findest, freue ich mich sehr, wenn auch du die Verbindung zu deinem Kind über alles stellst und umdenkst. Sei geduldig mit dir – es ist ein Prozess, das habe ich selbst so erlebt, denn unsere inneren Glaubenssätze sitzen tief.

Ich lade dich herzlich ein, dich damit zu beschäftigen und glaube, dass sowohl du als auch dein Kind davon profitieren werden.

Für euren gemeinsamen Weg zu Erziehung ohne Bestrafung und Belohnung wünsche ich euch von Herzen alles Gute!!

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Kathy Weber mit vor Grafitti-Wand
Herzlich Willkommen auf meinem Blog!

Ich bin Kathy Weber, 2-fache Mama und ausgebildete Trainerin der Gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg.
Ich helfe dir zu verstehen, was dein Kind dir mit seinem Verhalten wirklich sagen möchte und wie ihr Konflikte im Alltag in Verbindung lösen könnt.