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“Mein Kind will keine Hausaufgaben machen” – 7 Tipps, um dein Kind zum lernen zu motivieren

Inhaltsverzeichnis

Dein Kind kommt aus der Schule und hat überhaupt gar keine Lust, seine Hausaufgaben zu machen. Ständig forderst du es auf, an die Hausaufgaben zu denken, schaust selbst nochmal ins Hausaufgabenheft, um sicher zu gehen, dass ihr auch nichts vergessen habt.

Eure Nachmittage bestehen daraus, dein Kind immer wieder zu erinnern und zu motivieren, sich endlich an die Aufgaben zu setzen. Kennst du das?

“Hausaufgaben müssen einfach gemacht werden – das gehört dazu.” 

Da müssen alle Kinder durch.”

Diese oder so ähnliche Gedanken kommen dir vielleicht immer wieder in den Sinn.

Bei der Frage danach, wie die Motivation aussehen könnte, landest du nach all dem gut zureden und motivieren am Ende dann doch wieder dabei, dein Kind zu belohnen – sei es mit Süßigkeiten, Medienzeit oder anderen Dingen.

Ich möchte mit dir heute mal genauer hinschauen: Was braucht dein Kind, um seine Hausaufgaben machen zu können? Wie kannst du es dabei unterstützen?

Los geht’s!

Mein Kind will keine Hausaufgaben machen- das steckt wirklich dahinter

Lass uns erstmal gemeinsam einen Blick auf die Schule und das Schulsystem werfen.

Denn wie du vielleicht weißt, geht es bei mir im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) darum, in die Freiwilligkeit zu kommen und das Vertrauen zu haben, dass alle Menschen freiwillig bereit sind, zum Wohle der Gemeinschaft beizutragen und zu kooperieren.

So.

Und bei den Schulsystem stoßen wir da – anders als beispielsweise noch beim Kindergarten – an eine erste Grenze, denn: Wir haben eine Schulpflicht.

Und im Kontext dieser “Pflicht” ist augenscheinlich erstmal wenig Platz für Freiwilligkeit.

Denn damit gehen auch Überzeugungen einher, wie:

“Du MUSST in die Schule gehen.”

“Du MUSST deine Hausaufgaben machen.”

“Ja, Schule ist blöd, nur ich kann nichts tun – da MÜSSEN alle Kinder durch.”

Und mit all diesem Druck und dieser Last gehen sowohl die Freiwilligkeit, als auch die Freude und die Leichtigkeit im Umgang mit der Schule und dem Thema Hausaufgaben verloren.

Denn fühl mal nach – wenn du glaubst, dass du eine Sache tun MUSST, hast du vermutlich sehr viel weniger Lust, als wenn du eine eigene Motivation entwickelst, sie zu erledigen und diese Sache so tun darfst, dass du dabei auch noch Freude hast. Oder?

Und hier möchte ich noch tiefer einsteigen, denn falls du mich und meine Arbeit kennst, kannst du dir vielleicht denken, dass ich das mit der SchulPFLICHT und dem MÜSSEN etwas anders sehe.

Denn zwar ist das System, wie es ist, doch ich darf ja für mich und meine Familie entscheiden, wie wir damit umgehen.

Statt also das Schulsystem zu verfluchen, kann ich selbst Möglichkeiten für uns finden, wie wir innerhalb des vorgegebenen Rahmens in die Freiwilligkeit kommen und somit unsere Leichtigkeit im Umgang mit Hausaufgaben finden.

Dafür braucht es erstmal meine positive Grundhaltung gegenüber der Schule.

Ich darf also meine eigenen Erfahrungen und Erinnerungen bei mir selbst lassen und mich stattdessen fragen:

“Was bekommt mein Kind in der Schule?”

“Was lernt es, was nimmt es mit?”

“Welche Bedürfnisse meines Kindes werden in der Schule erfüllt, die ich hier Zuhause nur schwer stillen kann?”

“Welche meiner eigenen Bedürfnisse werden dadurch erfüllt, dass mein Kind in die Schule geht?”

Und mit dieser Haltung kommt ihr automatisch schon ein großes Stück mehr in die Freiwilligkeit.

Und was bedeutet Schule für dein Kind?

Und was bedeutet Schule für dein Kind?

In die Schule zu gehen bedeutet für dein Kind, in einem ständigen Anpassungsprozess zu sein. Es ist laut, es entstehen viele Konflikte, Freundschaften ändern sich regelmäßig, hinzu kommen Erwartungshaltungen seitens der Lehrer:innen und viele weitere Anforderungen von außen, denen es gerecht zu werden gilt. Dein Kind passt sich an und “funktioniert”. Und das ist anstrengend. 

Nach der Schule kann es also sein, dass dein Kind zum einen erschöpft und überreizt ist und erstmal den Raum braucht, alles zu verarbeiten und rauszulassen. Das kann in Form eines Wutausbruchs sein oder heißen, dass dein Kind erstmal Ruhe braucht – das ist ganz unterschiedlich von Kind zu Kind. In jedem Fall wird es direkt nach der Schule vermutlich überhaupt keine Lust haben, direkt weiterzumachen. 

Wenn dein Kind also keine Hausaufgaben machen möchte, liegt das daran, dass es gerade etwas anderes braucht, weil eines oder mehrere seiner Bedürfnisse unerfüllt sind. Denn im Kern – und das wiederhole ich gern nochmal, weil es so wichtig ist, das zu verstehen – möchte es kooperieren und zum Wohle der Gemeinschaft beitragen. Dein Kind möchte seine Hausaufgaben machen können, es braucht nur Hilfe dabei, es zu tun.

Wie kann ich mein Kind zum Lernen motivieren?

Was braucht dein Kind, um bereit zu sein, die Hausaufgaben zu machen und zu lernen? 

Lass es mich an dieser Stelle gern vorweg nehmen: Es sind weder Gummibärchen noch versprochene Zeiten am Tablet oder vor dem Fernseher.

Denn Belohnung, die ganz bestimmt “funktioniert”, führt dazu, dass dein Kind diese Dinge macht, um dir zu gefallen und sich geliebt zu fühlen und vor allem natürlich, um die Belohnung am Ende auch zu erhalten.

Das heißt, dein Kind fühlt sich erst DANN gut und richtig, wenn es das macht, was von ihm erwartet wird. Statt also zu lernen, dass es gut so ist, wie es ist, lernt es, dass es gut ist, WENN es kooperiert und seine Hausaufgaben macht.

Ich möchte dich an dieser Stelle dazu einladen, die intrinsische Motivation deines Kindes zu wecken und deinem Kind dabei zu helfen, in die Freiwilligkeit zu kommen.

Wie das geht, fragst du dich jetzt?

Nun, als erstes möchte ich dir diesen Artikel hier im Herzenslexikon empfehlen:

Belohnungssystem für Kinder – wie du mit 5 Tipps dein Kind in einer Erziehung ohne Belohnung begleitest & es gleichzeitig zur Kooperation motivierst.

Im Kontext der Hausaufgaben darfst du deinem Kind zuerst einmal dabei helfen, den Übergang von der Schule zu Zuhause zu bewerkstelligen.

Indem du ihm den Raum gibst, den es braucht, sich sicher zu fühlen und zur Ruhe zu kommen. Wie das aussieht, kann ganz unterschiedlich sein. Schau dir dein Kind an – was braucht es gerade?

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Bewegung?

Dann geht raus an die frische Luft, tobt euch aus, geht auf den Spielplatz, springt Trampolin, fahrt Fahrrad – was auch immer euch Freude macht.

Ruhe?

Vielleicht möchte dein Kind auch erstmal in Ruhe durchatmen und braucht Entspannung und Rückzug. Signalisiere, dass du da bist, statt es sich selbst zu überlassen und schenke ihm den Raum, den es für sich braucht.

Empathie!

Was dein Kind in jedem Fall braucht, ist, dass du es siehst und ihm zuhörst. Lade dein Kind ein, dir alles zu sagen, sich auszukotzen, wenn es das braucht und alles so richtig kacke finden zu dürfen. Und statt eines

“Da musst du jetzt durch”

findet ihr gemeinsame Wege, wie es für dein Kind möglich ist, das zu schaffen.

Wie dieser Weg für euch aussehen kann, dürft ihr gemeinsam ausprobieren. Wann ist ein guter Zeitpunkt für die Hausaufgaben?

Wie lange am Stück kann sich dein Kind konzentrieren? Braucht es zwischendurch Pausen? Möchte es deine Unterstützung oder ist es dabei lieber allein?

Probiert aus und feiert, was sich gut anfühlt und findet neue Wege, falls die Leichtigkeit ausbleibt.

Schafft also erstmal einen sicheren Rahmen, in dem dein Kind sich gesehen fühlt und das bekommt, was es braucht, um überhaupt bereit zu sein, zu lernen oder die Hausaufgaben zu erledigen.

Und erst DANN schaut ihr euch die Hausaufgaben selbst an. Hier darfst du dein Kind wieder beobachten und – ein weiteres Mal – verstehen, was es nun ganz konkret braucht, um die Aufgaben erledigen zu können.

7 Tipps, um dein Kind zum Hausaufgaben machen und
Lernen zu bringen

1. Findet euren eigenen Weg.

Schule ist Pflicht, das haben wir schon festgestellt. Und doch dürft ihr gemeinsam die Freiwilligkeit und damit Wege finden, wie dein Kind sich wohlfühlt – sowohl in der Schule als auch beim Erledigen der Hausaufgaben.

Findet euren eigenen Rhythmus und den idealen Ablauf eures Nachmittags.

Als mein Sohn noch kleiner war, haben wir zwischen den einzelnen Aufgaben immer wieder Bewegungspausen gemacht, am liebsten ist er Trampolin gesprungen für ein paar Minuten, dann ging es an die nächsten Aufgaben.

Heute beispielsweise macht er seine Hausaufgaben am liebsten spät am Abend und hört dabei Musik.

Für mich wäre das die absolute Hölle, für ihn wiederum klappt es so am besten. Findet euren eigenen Weg.

2. Erleichtere deinem Kind den Übergang.

Ich habe es gerade schon kurz angerissen: Was dein Kind nach der Schule braucht, ist erst einmal Unterstützung beim Übergang.

Schafft daher Zuhause erstmal den Raum, damit alle Gefühle da sein und raus dürfen.

Dein Kind darf zur Ruhe kommen oder sich auspowern, je nachdem, was es gerade braucht. Hausaufgaben dürfen in jedem Fall später gemacht werden. Es sei denn, dein Kind möchte gleich starten.

Mein Sohn geht beispielsweise nach der Schule am liebsten erstmal skaten und macht seine Hausaufgaben danach.

3. Hausaufgaben dürfen Spaß machen.

Gestaltet die Hausaufgaben so, dass sie Freude machen und vor allem auch mit der Realität des Kindes zu tun haben.

Bindet die Interessen ein und findet einen Weg, der Spaß macht.

Wir haben Gedichte beispielsweise gerappt, haben dabei geklatscht oder gesungen, je nachdem, was Günther gerade am meisten Spaß gemacht hat.

Auch Vokabeln lassen sich spielerisch lernen. Kommt raus aus dem Müssen und rein in die Leichtigkeit.

4. Nimm den Druck raus.

Gestaltet die Hausaufgaben so, dass sie Freude machen und vor allem auch mit der Realität des Kindes zu tun haben.

Bindet die Interessen ein und findet einen Weg, der Spaß macht.

Wir haben Gedichte beispielsweise gerappt, haben dabei geklatscht oder gesungen, je nachdem, was Günther gerade am meisten Spaß gemacht hat.

Auch Vokabeln lassen sich spielerisch lernen. Kommt raus aus dem Müssen und rein in die Leichtigkeit.

5. Dein Umgang mit Fehlern & Noten.

Im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation gibt es weder richtig noch falsch.

In der Schule hingegen, besonders bei Matheaufgaben oder Rechtschreibung, gibt es klare Regeln.

Doch statt euer Kind mit dem Rotstift zu korrigieren, kommt ins Gespräch:

“Schau mal, wenn ich 1 und 1 zusammen rechne, komme ich auf ein anderes Ergebnis als du – wollen wir zusammen nochmal nachrechnen?”

statt

“Das ist falsch, mach es nochmal richtig.”

Oder

“Ich würde das Wort anders schreiben, willst du mal sehen?”

“Wollen wir mal zusammen mal schauen, wie es im Duden steht oder wie Google das Wort schreibt?”

Wichtig:

Dass dein Kind weiß, dass nur weil es etwas falsch berechnet oder schreibt, es selbst nicht falsch ist, sondern lediglich die Lösung der Aufgabe. Es darf lernen, dass Fehler Schätze sind, die uns helfen, beim nächsten Mal etwas richtig zu machen und keine Bewertung des Menschens, der sie macht.

Ganz ähnlich ist es mit den Noten: Für mich gibt es keine “schlechten” Noten.

Statt dein Kind anhand seiner Noten zu bewerten, könntest du beispielsweise fragen:

“Wie hast du dich bei der Arbeit gefühlt?”

“Bist du mit der Note zufrieden?”

“Wie geht es dir mit der Note?”

“Was könntest du anders machen, für eine bessere Note?”

“Kann ich dir dabei helfen”?

Ebenso wie im Kontext von Fehlern dürfen Kinder lernen, dass Noten eine Zahl auf dem Blatt sind und sie einem Moment entsprechen und die Note völlig unabhängig von ihrem Wert ist.

Wurdest du bei schlechten Noten als Kind bestraft und/oder hast diesen Impuls auch im Umgang mit deinem eigenen Kind?

Dann möchte ich dir folgenden Artikel ans Herz legen:

Konsequentes Erziehen ohne Strafen – 5 Tipps, um auf Bestrafung zu verzichten.

6. Stärke das Selbstwertgefühl deines Kindes.

Belohnungssysteme im Allgemeinen und Noten ganz konkret können das Selbstwertgefühl deines Kindes beeinflussen.

Das darfst du Zuhause auf jeden Fall auffangen und dein Kind stärken. Dafür schenkst du zuerst mal Empathie und lässt zu, dass dein Kind die Schule anstrengend und manchmal doof findet.

Die Empathie dürft ihr gleich weiterreichen, indem ihr beispielsweise gemeinsam überlegt, warum der oder die Lehrer:in oder bestimmte Mitschüler:innen Dinge getan oder gesagt haben.

Du könntest beispielsweise fragen:

“Was hättest du gebraucht?”

“Was hat dir gefehlt?”

“Was glaubst du, was der/die andere gefühlt hat?”

Ich liebe solche Gespräche mit meinen Kindern. Sie schenken so viel Verbindung und Verständnis für das Gegenüber, statt beim Gegenüber nach der Schuld für ein Verhalten zu suchen.

Wie du vermutlich längst weißt, liebe ich es, Glaubenssätze mit meinen Kindern zu sprechen, wobei Günther aus diesem Alter schon eine Weile herausgewachsen ist – und doch trägt er sie im Herzen. Positive Glaubenssätze helfen, das Selbstwertgefühl des Kindes zu stärken.

Findet daher zu eurer Situation und eurem Kind passende Sätze, wie beispielsweise:

“Ich bin stark.”

“Ich bin geliebt.”

“Ich bin gut so wie ich bin.”

“Ich schaffe alles, was ich brauche.”

Falls du dir noch mehr Impulse dazu wünschst, wie du das Selbstbewusstsein deines Kindes stärken kannst, lies am besten hier nochmal nach:

Das Selbstbewusstsein beim Kind stärken – 4 einfache Schritte, die du leicht umsetzen kannst.

7. MIT den Lehrern arbeiten.

Du übernimmst die Verantwortung für dein Kind.

Du erkennst seine Grenzen und wahrst diese. Spürst du, dass die Aufgaben heute zu viel sind, darfst du das an die Lehrkraft zurückmelden, statt dein Kind weitermachen zu lassen.

Und auch grundsätzlich möchte ich dich einladen, die Lehrer:innen und euch als Eltern als Team zu betrachten. Ihr kennt ganz unterschiedliche Facetten eures Kindes und dürft voneinander lernen.

Fazit

Lass uns nochmal zusammenfassen:

Möchte dein Kind keine Hausaufgaben machen oder hat rein gar keine Lust auf die Schule, braucht es zuerst einmal die Sicherheit, dass genau das okay ist. Ganz ohne Verurteilungen oder zusätzlichen Druck, dass es “da durch muss, so wie alle anderen Kinder auch”.

Es braucht den Raum, neben all dem Funktionieren in der Schule, gesehen zu werden mit all seinen Bedürfnissen.

Denn egal, wie doof die Schule manchmal ist, dein Kind will kooperieren und zum Wohle der Gemeinschaft beitragen. Es möchte seine Hausaufgaben schaffen können. Doch manchmal wird es deine Hilfe brauchen, um all seine Bedürfnisse zu sehen und zu erfüllen.

Wichtig dabei ist, dass ihr den Druck, den dein Kind innerhalb der Schule mitsamt den Hausaufgaben und den Noten empfindet, in der Schule lasst, statt ihn mit nach Hause zu nehmen.

Denn ja, da draußen tobt die Welt.

Doch solange du Zuhause damit umgehen kannst, ihr gemeinsam reflektiert und bei euch bleibt, wird dein Kind dadurch so gestärkt sein, dass es im Außen damit umgehen kann.

Solange du zuhörst und Raum gibst, wird es deinem Kind gut gehen.

FAQs

Mein Kind braucht ewig für Hausaufgaben. Was kann ich tun?

Sind die Aufgaben zu schwer? Sind es zu viele? Braucht dein Kind eine Pause? Finde heraus, was dein Kind braucht, um seine Hausaufgaben machen zu können. Oder ist es vielleicht eher dein Eindruck, dass dein Kind lange braucht? Wenn ja, worum geht es dir?

Kind hat gar keine Lust auf Schule

Hat dein Kind keine Lust auf Schule und “täuscht” vielleicht sogar Symptome vor, um Zuhause bleiben zu können? Hör erstmal hin, verzichte darauf, es dafür zu verurteilen und finde heraus, was dein Kind braucht, um gern in die Schule gehen zu können. Hilf ihm, die Schmerzen oder die Unlust zu übersetzen in Bedürfnisse, die erfüllt werden wollen und findet gemeinsam Wege, wie sich diese erfüllen lassen.

Im Ernstfall und mit Zustimmung deines Kindes geht dein Weg direkt zur Lehrkraft. Ihr findet eine Lösung.

Mein Kind schreibt seine Hausaufgaben nicht auf – wie bringe ich es dazu, es zu tun?

Falls dein Kind vergisst, die Hausaufgaben aufzuschreiben, hilf ihm dabei, das zu schaffen. Das könnte beispielsweise ein Post-It im Hausaufgabenheft sein oder ein Plan, der Zuhause gut sichtbar hängt und diesen Punkt enthält. Findet Wege, wie dein Kind daran denken kann. Auch ein Gespräch mit der Lehrkraft könnte helfen – denn sind wir mal ehrlich, die Hausaufgaben wenige Minuten vor dem Unterrichtsschluss zu verkünden, macht das Aufschreiben und Erinnern zu einer echten Herausforderung.

Sollten Kinder ihre Hausaufgaben eigentlich grundsätzlich alleine machen?

Meiner Meinung nach dürfen Eltern ihren Kindern selbstverständlich bei den Hausaufgaben helfen, wenn sie dabei Unterstützung brauchen. Da mir Ehrlichkeit wichtig ist, kommuniziere ich den Umfang meiner Hilfe und den Grund dafür auf einem Zettel, den ich ins Hausaufgabenheft oder als Notiz zur Aufgabe lege. So können die Lehrer:innen zum einen mein Kind besser verstehen, zum anderen lernen sie durch diese Form der Rückmeldung auch den Umfang der Aufgaben besser einzuschätzen.

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Bist du bereit ohne Belohnung oder Bestrafung dein Kind zur Kooperation zu bringen?

In kaum einem anderen Lebensbereich ist Belohnung und Bestrafung so selbstverständlicher Bestandteil der Erziehung wie in der Schule. Umso wichtiger ist es, dass du das Zuhause auffängst. 

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