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Geschwisterliebe: 8 Tipps, wie du die Beziehung zwischen Geschwistern stärken kannst

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Inhaltsverzeichnis

Wie schön ist dieses Bild von Geschwistern, die stundenlang miteinander spielen, die sich gegenseitig unterstützen, die miteinander lachen und unabhängig vom Altersabstand eine harmonische und liebevolle Beziehung zueinander haben?! Ich wette, für einige Eltern ist genau dieser Wunsch ein Grund für ein weiteres Kind – diese Idee, dass das Erstgeborene eine:n Spielgefährt:in hat, Gesellschaft, die gut tut und Spaß macht – und dadurch auch den Eltern schlussendlich mehr Leichtigkeit schenkt.

Und dann sind sie da – die vielen Konflikte und Streitereien unter den Geschwistern. Eifersucht, der Wunsch nach Exklusivzeit mit Mama oder Papa und der ewige Kampf um das Spielzeug, darum, wem was gehört, wer was darf und was nicht. Ich nehme an, du kennst das, oder?!

Also lass uns heute doch genau da mal hinschauen und herausfinden, was eine innige Geschwisterbeziehung eigentlich ausmacht und wie du deinen Kindern dabei helfen kannst, eine starke Bindung zueinander aufzubauen. Dafür habe ich 8 konkrete Tipps für dich – und ich nehme an, genau deswegen bist du hier. Also, lass uns keine Zeit verlieren.

Wieso ist Geschwisterliebe und eine starke Geschwisterbeziehung von Bruder und Schwester so wichtig?

Die Sache mit der Leichtigkeit

Also für uns als Eltern ist dieser Teil glasklar, oder?!

Geschwister, die gern und ausdauernd miteinander spielen, die sich verstehen, die eine tiefe Verbindung zueinander haben, statt eifersüchtig auf den oder die andere:n zu sein… Hallo, Leichtigkeit!

Neben Leichtigkeit sind da natürlich auch noch Bedürfnisse wie Harmonie in der Familie und Gemeinschaft, die sich deutlich leichter erfüllen lassen, wenn Geschwisterkinder eine starke und liebevolle Beziehung zueinander haben – nur auch bedeutet am Ende beides: Leichtigkeit.

Und klar, wir wünschen diese Bindung genauso auch unseren Kindern. Nur hier geht es dann primär und die Bedürfnisse der Kinder – also schauen wir da mal genauer hin.

Geschwisterliebe fördern – geht das überhaupt?

Dass wir uns Geschwisterliebe für uns als Eltern und für unsere Kinder wünschen, ist klar. Nur ist das überhaupt ein erfüllbarer Wunsch? Einer, den wir mitgestalten können?

Mit jedem Menschen, der in die Familie kommt, verändert sich das Familiengefüge und die Dynamik zwischen den einzelnen Familienmitgliedern. Und sind wir mal ehrlich: Wir haben keine Ahnung, wer da kommt und wie dieser Mensch tickt. Da scheint es fast schon blauäugig, darauf zu bauen, dass diese beiden Kinder sich lieben werden, nur weil sie eben zufällig Geschwister sind.

Diese beiden Menschen dürfen sich kennenlernen und für sich selbst entdecken, wie stark und liebevoll ihre Verbindung werden kann – und auch in welchem Alter. Manche Kinder kommen partout nicht miteinander zurecht und haben im Erwachsenenalter eine innige Beziehung oder andersherum.

Was ich sagen möchte: Wir können uns diese innige Geschwisterbeziehung wünschen und als Eltern auch unser Bestmögliches tun, um den Weg dahin zu ebnen – am Ende treffen dort zwei Menschen aufeinander, deren Beziehung zueinander wir von außen nur bedingt beeinflussen können.

So – was haben nun Kinder von einer starken Geschwisterbeziehung?

Eine enge Geschwisterbindung fördert die Entwicklung sozialer Fähigkeiten und Bedürfnisse. Kinder, die mit Geschwistern aufwachsen, lernen von klein auf, wie sie mit anderen Kindern interagieren, wie sie Konflikte lösen, wie sie mit ihrer eigenen Frustration und der des Gegenübers umgehen und wie Kompromisse gefunden werden können. Durch das dauerhafte Miteinander entwickeln Geschwisterkinder oft früher und stärker eine Frustrationstoleranz, die für alle folgenden Beziehungen im Leben wertvoll ist.

Jeder Konflikt – und von denen wird es viele geben – kann ein Geschenk sein, weil die Kinder hier etwas für sich und den Umgang mit anderen Menschen lernen können, weil sie ihre Empathiefähigkeit entwickeln und selbst spüren, wie wertvoll es für alle Seiten sein kann, nach einer für alle passenden Lösung zu suchen.

Eine starke Geschwisterbindung erfüllt Kindern außerdem ihre Bedürfnisse nach Liebe, Verbindung, Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Und diese Beziehung kann bis ins Erwachsenenalter anhalten und somit das Leben deiner Kinder sehr nachhaltig bereichern.

Was macht eine gute Geschwisterbeziehung aus? Das sind die Merkmale

Was ist eigentlich eine “gute” oder eine “starke” Beziehung?

Was eine gute Geschwisterbeziehung ausmacht, darf jede:r für sich selbst definieren – deswegen möchte ich an dieser Stelle weniger darauf eingehen, wie diese Beziehung von außen aussieht, sondern vielmehr darauf, was aus meiner Sicht die Basis dessen ist, dass sie entstehen kann.

Grundsätzlich darf eine Beziehung folgende Bedürfnisse erfüllen:

Bei Geschwistern kommt ein weiteres und ganz besonders wichtiges Bedürfnis hinzu – die Gerechtigkeit. Fühlt sich ein Kind dem anderen Kind gegenüber ungerecht behandelt, wird dies immer zu Konflikten führen, was immer auch zu Lasten der oben genannten Bedürfnisse geht.

Kurzum:

Ohne Gerechtigkeit wird das mit der Sicherheit und der Geborgenheit verdammt schwer – denn wenn ich im dauerhaften Kampf darum bin, das zu bekommen, was ich brauche und ständig im Gefühl, benachteiligt zu sein, werde ich mich kaum sicher und gesehen und geliebt fühlen.

Also, wie geht das mit der Gerechtigkeit?

Die meiner Meinung nach einzig wirkungsvolle Strategie für Gerechtigkeit ist die Hierarchie in der Familie. Hierarchie bedeutet, dass es eine natürliche Ordnung innerhalb der Familie gibt. Jedes Familienmitglied hat einen bestimmten Platz im Familiensystem, basierend auf seiner Biografie.

Dabei geht es nicht um eine Frage der Wertigkeit – jeder Mensch hat denselben Wert – und auch nicht um eine Meinung, sondern um eine naturgegebene Tatsache, die Kinder in jedem Alter als ganz natürlich und gerecht empfinden.

Die Hierarchie dient den Bedürfnissen nach Ordnung, Struktur, Gerechtigkeit und damit nach Sicherheit, was deswegen so entscheidend für die Geschwisterbeziehung ist, weil Kinder diese Bedürfnisse erfüllt brauchen, um Bindung überhaupt aufzubauen und sich frei entfalten und entwickeln zu können.

Wie sieht die Hierarchie aus?

An erster Stelle stehen die Eltern, sie nehmen den wichtigsten Platz in der Familie ein – sie sind das Familienoberhaupt. Sie sind verantwortlich für das Wohl der Familie.

Die Reihenfolge der Kinder entspricht dem Zeitpunkt ihrer Geburten, an zweiter Stelle steht also das erstgeborene Kind, an dritter Stelle das Zweitgeborene – und so weiter.

Wichtig für dich, weil der Begriff Hierarchie durchaus kritisch gesehen wird:
Die Hierarchie in der Familie ist keine Frage der Wertigkeit, es geht also nicht darum, wer besser oder schlechter ist oder welcher Platz in der Familie der beste ist, sondern richtet sich einzig und allein nach der Ankunft im Familiensystem.

Im Alltag bedeutet das konkret, dass mit der Rangordnung auch bestimmte Rechte und Pflichten einhergehen, also je höher die Rangordnung im System, desto größer sind die Verantwortungen und damit einhergehend auch die Freiräume. Dazu habe ich im folgenden Abschnitt ein paar Beispiele für dich.

Wie sieht die Hierarchie aus?

Je mehr Ordnung und Gerechtigkeit in deinem Familiensystem erfüllt ist, desto weniger Auseinandersetzungen unter deinen Kindern wird es geben. Klar wird es Frust, Eifersucht und Konflikte geben – nur ein erheblicher Teil davon wird nach und nach verschwinden, weil jeder seinen Platz und weiß, dass all seine oder ihre Bedürfnisse erfüllt werden.

Videotraining

Elterliche Macht fürsorglich einsetzen

Und falls du dir jetzt denkst „geil, Kathy, das mit der Hierarchie klingt magisch, wie kann ich das lernen?”, hab ich folgenden Vorschlag für dich: 

Mein Videotraining „Elterliche Macht fürsorglich einsetzen” ist dein Tool, um zu lernen, was es mit deiner Elterlichen Macht auf sich hat, wann und warum dein Kind liebevolle Führung braucht und auch, wie du mithilfe der Hierarchie in der Familie für Gerechtigkeit und Orientierung bei deinen Kindern sorgst.

GfK-Videotraining

Und so kannst du Geschwisterliebe fördern: 8 Tipps

Wie oben bereits erwähnt, kannst du als Elternteil den sicheren Boden dafür schaffen, dass deine Kinder in Verbindung kommen können – in dem sie beispielsweise rauskommen aus dauerhaften Rangeleien darum, wem etwas gehört, wer womit spielen kann, wer gerade lieber allein spielt und so weiter – die Liste ist lang.

Wie sehr deine Kinder sich lieben und wie diese Liebe aussieht, ist und bleibt so individuell, wie die Menschen, die sie sind.

1. Eifersucht darf sein

Die Angst vor der Eifersucht unter den eigenen Kindern setzt vermutlich schon mit dem positiven Schwangerschaftstest für das zweite Kind ein. Oft ist neben der Angst vor Eifersucht auch die Angst vor der sogenannten “Entthronung” des älteren Geschwisterkindes Thema.

Und klar, auf einmal ist da ein neues Familienmitglied, das ab Minute eins viel Zuwendung braucht. Das ist eine riesige Veränderung für Kinder. Tipps zur Vorbereitung für das Erstgeborene findest du übrigens in folgendem Artikel: So bereitest du dein Kind auf das Geschwisterchen vor – 5 Tipps für mehr Leichtigkeit, wenn ein Geschwisterkind kommt

Doch zurück zur Eifersucht. Die darf da sein, denn mit ihrer Hilfe möchte dir dein Kind etwas kommunizieren. Beispielsweise, dass ihm unklar ist, wo sein Platz in der Familie ist. Wer jetzt wann zuständig ist. Dass es Nähe, Geborgenheit und Liebe braucht. Oder dass sein Bedürfnis nach Gerechtigkeit unerfüllt ist.

Die große Angst vor dem Gefühl Eifersucht beim Kind führt oft dazu, dass Kinder gleich behandelt werden, was wiederum ihr Bedürfnis nach Gerechtigkeit unerfüllt lässt. Es folgen Wutausbrüche und viele Konflikte unter den Geschwistern, weil alle versuchen, ihren Platz zu finden und ihr Revier zu markieren.

Also, lass die Eifersucht da sein und begleite dieses Gefühl und die aufkommende Frustration!

2. Gleichheit ≠ Gerechtigkeit

Es ist ein großes Missverständnis, dass Gerechtigkeit unter Geschwistern bedeutet, dass sie gleich behandelt werden. Je nach Altersunterschied ist das sogar kontraproduktiv. Ein zweijähriges Kind täglich eine Stunde Serien schauen zu lassen, weil die achtjährige Schwester das darf, wäre ganz sicher nicht im Sinne der Entwicklung des jüngeren Kindes und würde seine Bedürfnisse nach emotionaler Gesundheit unerfüllt lassen.

Beide Kinder gerecht zu behandeln, bedeutet also, dass beide die Medienzeit haben, die du als Elternteil für das Alter angemessen hältst. Das wird dein jüngeres Kind selbstverständlich alles andere als toll finden, gleichzeitig ist es deine Verantwortung, dich darum zu kümmern.
Das jüngere Kind darf wiederum in der Zeit, in der die große Schwester Serien schaut, beispielsweise mit dir spielen – und hat dadurch Exklusivzeit mit dir.

Klar darf das erstmal zu einem Wutausbruch führen, weil das jüngere Kind selbst entscheiden will, fernzusehen – sein Bedürfnis nach Autonomie ist also unerfüllt. Und genau das darf sein, diesen Frust darfst du empathisch begleiten.

Gerechtigkeit bedeutet also nicht, dass alle dasselbe bekommen, sondern dass die individuellen Bedürfnisse aller erfüllt werden.

3. Wem gehört das Spielzeug?

Im Sinne der Gerechtigkeit ist es wichtig, dass jedes Kind sein eigenes Spielzeug hat und das gemeinsames Spielzeug klar als solches benannt und im besten Fall auch für die Kinder erkennbar markiert wird. Geht Spielzeug von einem Kind auf das andere über, darf auch diese Veränderung klar benannt werden.

Zu wissen, wem was gehört, sorgt deswegen für so viel Klarheit und Leichtigkeit, weil es einen Großteil der Konflikte zwischen Geschwisterkindern klärt. Denn hier ist ganz logisch:

„Über das Spielzeug entscheidet der/die Besitzer:in des Spielzeugs.”

Lass uns das kurz an einem Beispiel machen:

Kind 1 spielt mit den Bauernhof-Tieren von Kind 2.
Kind 2 wird wütend, weil es auch mit den Tieren spielen will.

Wer darf entscheiden, wer mit den Tieren spielt?

Kind 2, weil ihm die Tiere gehören. Selbstverständlich darf Kind 1 fragen, ob es mitspielen darf – hier können ganz individuelle Lösungen gefunden werden. Nur feststeht: Wenn Kind 2 seine Tiere nicht mit Kind 1 teilen möchte, ist das okay.

Den Frust von Kind 1 darfst du empathisch begleiten:

„Das ärgert dich gerade total, oder?!”

„Ja, ich will mit den Tieren spielen.”

„Das sehe ich. Gleichzeitig gehören diese Tiere deinem Geschwisterchen – und er/sie entscheidet, wer damit spielt.”

„Ja, das finde ich total doof.”

„Richtig blöd, oder?!”

„Ja.”

„Das höre ich.”

Und jetzt könntet ihr nach alternativem Spielzeug suchen oder Kind 2 fragen, ob es bereit ist, ein paar Tiere zu teilen oderoder.

Das klingt erstmal wenig konfliktvermeidend, das ist mir völlig klar. Nur ich verspreche dir, haben Kinder die Sicherheit, dass ihr Spielzeug und später auch alle anderen Besitztümer auch wirklich ihnen gehören und es ihnen niemand einfach gegen ihren Willen wegnehmen kann, wird das nachhaltig für Ruhe und Harmonie sorgen.

4. Teilen ist freiwillig.

Hier schließe ich gleich nahtlos an Punkt drei an. Teilen ist freiwillig. Kein Kind MUSS teilen. Dazu habe ich bereits einen kompletten Artikel geschrieben – den kannst du hier lesen: Teilen lernen – Tipps & Beispiele, um es deinem Kind beizubringen.

Ergänzen möchte ich nur noch die Situation, wenn es gemeinsames Spielzeug oder geteilte Dinge wie Stifte, Bastelmaterialien etc. gibt: Hier gilt im Sinne der Hierarchie in der Familie nicht die Frage „Wem gehört das?, sondern die Frage „Wer hatte es zuerst?”. Auch daraus ergibt sich eine natürliche Rangfolge, die Kinder als gerecht wahrnehmen. Hat Kind 1 sich also einen Stift genommen, den jetzt Kind 2 möchte, darf Kind 2 warten, bis dieser Stift wieder frei ist und sich in dieser Zeit einen anderen Stift nehmen.

5. Wer bekommt zuerst?

Eine weitere Möglichkeit, Kindern ihre Bedürfnisse nach Struktur und Gerechtigkeit zu erfüllen, bietet beispielsweise jedes Abendessen und eigentlich jede andere Situation, bei der mehrere Familienmitglieder anwesend sind und es eine Reihenfolge braucht.

Bleiben wir mal beim Abendessen:

Alle Familienmitglieder sitzen am Tisch, du verteilst das Essen. Das machst du entsprechend der naturgegebenen Rangfolge in der Familie – erst die Eltern, dann die Kinder entsprechend der Reihenfolge ihrer Geburt.

Falls ihr nacheinander an den Tisch kommt, wird das Essen entsprechend der Reihenfolge verteilt – also “Wer war zuerst da?” oder “Wer hat zuerst gefragt?”. Wichtig ist dabei, dass sich kein Kind benachteiligt fühlt.

So wirst du beobachten können, wie der Wunsch, zuerst am Tisch zu sein oder zuerst zu fragen und damit auch der Wettbewerb unter den Kindern nachlässt – weil niemand seinen Platz zu erkämpfen braucht.

So lebst du die Hierarchie in der Familie im Alltag und sorgst damit ganz nebenbei für Struktur, Orientierung und Sicherheit.

6. Vergleiche zwischen Kindern vermeiden

Deine Kinder sind Individuen – mit unterschiedlichem Charakter, unterschiedlichen Dingen, die ihnen leicht oder schwer fallen und mit unterschiedlichen Interessen. Zeig deinen Kindern, dass sie okay so sind, wie sie sind und du sie siehst und liebst mit allem, was zu ihnen gehört. Verzichte daher auf Vergleiche zwischen deinen Kindern.

Werden deine Kinder genauso geliebt und angenommen, wie sie sind, erleben sie also bedingungslose Liebe und die Gewissheit, dass sie richtig sind, wird das ihre Beziehung zueinander positiv beeinflussen, weil es keinen Kampf um die Liebe oder das Gesehen werden von euch als Eltern braucht.

7. Gemeinschaft durch Familienzeit & Rituale

Die Beziehung zwischen deinen Kindern kannst du fördern, indem ihr die Gemeinschaft in der Familie so lebt, dass alle gesehen werden und teilhaben können. Vielleicht gibt es Dinge, die euch allen gemeinsam Spaß machen? Das können Spiele ebenso wie Ausflüge oder eine gemeinsame Urlaubsplanung sein. Werdet kreativ und findet Möglichkeiten, wie sich alle Familienmitglieder einbringen können.

Rituale können dabei besonders hilfreich sein. In folgendem Artikel findest du eine ganze Palette an Ideen für Rituale, die ich alle sehr liebe und die hier bei mir Zuhause auch alle fester Bestandteil unserer Familie waren oder nach wie vor sind:
Familienrituale – brauchst du das?

Ein weiteres Ritual, was ich dir an dieser Stelle sehr ans Herz legen möchte, ist die sogenannte Familienkonferenz. Hier werden in regelmäßigen Abständen die Wünsche und Herausforderungen aller Familienmitglieder besprochen und gemeinsam Lösungen gefunden. Die Familienkonferenz stelle ich dir im Artikel „Geschwister streiten: Was wirklich dahintersteckt und wie du Geschwisterstreits vorsorglich vermeidest” ausführlicher vor.

8. Freiwillige vor

Ich habe es mehrfach angesprochen: Deine Kinder sind Individuen – vielleicht ist es die große Liebe, vielleicht schlicht eine andere Wellenlänge. Geschwisterbeziehungen dürfen sich entwickeln und verändern. Und auch, wenn du das Bild von zwei glücklich miteinander spielenden Kindern so sehr liebst, kann es sein, dass deine Kinder phasenweise oder auch langfristig schlicht keine Lust haben, miteinander zu spielen, weil sie völlig unterschiedliche Interessen haben oder weil sie den Druck spüren, sich im Sinne der Familienharmonie bestmöglich verstehen zu „müssen”.

Also wie bei allem im Kontext der Gewaltfreien Kommunikation gilt auch bei Geschwisterbeziehungen:

Sie sind freiwillig.

Und gleichzeitig erhöhst du die Chance auf nachhaltige Verbindung, wenn du genau diese Haltung verinnerlichst und die Bedürfnisse aller Kinder im Blick hast. Denn je sicherer und geborgener sich deine Kinder fühlen, desto eher können sie in Verbindung kommen.

Zusammengefasst

Also fassen wir nochmal zusammen:

DIE gute und starke Geschwisterbeziehung gibt es nicht. Die Beziehung deiner Kinder zueinander ist so unterschiedlich, wie deine Kinder selbst. Und doch kannst du als Elternteil den Boden dafür schaffen, der deinen Kindern die Sicherheit gibt, dass es keine Machtkämpfe untereinander braucht, dass sich Eifersucht reduziert und dass jede:r seinen oder ihren festen Platz in der Familie hat.

Also, Eifersucht und Konflikte dürfen sein – seht sie als Geschenk, in Verbindung zu kommen und etwas übereinander zu lernen. Und sieh sie immer auch als Einladung, zu checken, wie es im Sinne der Hierarchie um die Bedürfnisse nach Struktur, Gerechtigkeit und Sicherheit bestellt ist.

Denn durch die Einhaltung dieser natürlichen Ordnung eines Familiensystems lernen Kinder eine ganze Menge: Geduld, die Bedürfnisse aller im Blick zu haben, Verlässlichkeit – und vieles mehr. Am Ende ihres Reifungsprozesses steht ein sozialer Mensch, der freiwillig zum Wohle der Gemeinschaft beiträgt.

Also, spür mal in dich:

Wie fühlst du dich? Ist da Vorfreude? Unsicherheit? Angst? Zuversicht? Überforderung?

Sobald du diese Gefühle für dich einmal sortiert hast, wirf mal einen Blick auf die dahinterliegenden Bedürfnisse. Was brauchst du?

Das haben Leser:innen noch gelesen:

Relevante Podcast-Folgen:

Videotraining

Elterliche Macht fürsorglich einsetzen

Und falls du dir jetzt denkst “geil, Kathy, das mit der Hierarchie klingt magisch, wie kann ich das lernen?”, hab ich folgenden Vorschlag für dich: 

Mein Videotraining „Elterliche Macht fürsorglich einsetzen” ist dein Tool, um zu lernen, was es mit deiner Elterlichen Macht auf sich hat, wann und warum dein Kind liebevolle Führung braucht und auch, wie du mithilfe der Hierarchie in der Familie für Gerechtigkeit und Orientierung bei deinen Kindern sorgst.

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