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Bedürfnisse kommunizieren – 4 Schritte, um herauszufinden was dein Kind braucht

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Inhaltsverzeichnis

Kennst du auch diese Situationen, in denen dein Kind plötzlich aus heiterem Himmel zu toben anfängt oder ganz traurig wird? In denen du dich überfordert fühlst, weil du gerade keine Idee hast, was dein Kind jetzt braucht?

Falls du Teil der #gfkmitkathy-Community bist, weißt du, dass es Tag ein, Tag aus darum geht, Bedürfnisse zu sehen, zu erkennen und zu erfüllen. Und wie sehr dies das Miteinander, die Verbindung und auch die Kooperationsbereitschaft erhöht.

Manchmal ist es jedoch leichter gesagt als getan, die unerfüllten Bedürfnisse hinter dem Verhalten und den Emotionen des Kindes zu entdecken. Ist es das Bedürfnis nach Autonomie , das sich da gerade äußert? Oder braucht dein Kind im Moment Spiel und Spaß – oder eher Ruhe? Nähe, Gemeinschaft, Empathie? Auch wenn du ein wenig Zeit brauchst, um dir darüber klarzuwerden – es lohnt sich!

Deshalb wollen wir uns heute mal genauer anschauen, wie Kinder ihre Bedürfnisse kommunizieren und wie du herausfindest, welches Bedürfnis hinter dem Verhalten und den Gefühlen des Kindes steckt.

Warum ist es so wichtig, Bedürfnisse zu erkennen?

Zu den Grundannahmen der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) gehört es, dass hinter jeder Handlung ein Bedürfnis steckt – alles, was wir tun, tun wir, um uns eines oder mehrere Bedürfnisse zu erfüllen. Bei angenehmen Gefühlen sind unsere Bedürfnisse meist weitestgehend erfüllt. Hinter unangenehmen Gefühlen verbergen sich wiederum unerfüllte Bedürfnisse.

Eine weitere Grundannahme der GFK: Jeder Mensch verhält sich immer so, wie es ihm gerade möglich ist – wir tun alle in jeder Situation das uns Bestmögliche. Wenn dein Kind ein unerfülltes Bedürfnis hat und darauf mit Wut, Schreien, Spucken oder Treten  reagiert, so ist das die Strategie, die dein Kind im Moment dafür zur Verfügung hat. Jaaaaaa, es gibt wahrscheinlich andere Strategien, die geeigneter für die Erfüllung des unerfüllten Bedürfnisses wären. Nur: Dein Kind hat im Moment keine andere Strategie zur Verfügung. Und dann schreit, weint oder tobt es

Ich finde, es ist eine wunderbare und auch immer wieder sehr spannende Aufgabe, mit unseren Kindern zusammen die Welt der Gefühle, Bedürfnisse und möglichen Strategien für ihre Erfüllung zu erforschen – dabei dürfen wir gerne auch kreativ werden. Lade dein Kind also gern dazu ein, eigene Strategien zu finden. Ich frage meine Kinder beispielsweise “Hast du eine Idee, wie wir das Anziehen so gestalten können, dass du dabei ganz viel Spaß hast?” oder “Fällt dir ein, wie du meine Mama-Nähe gerade am besten spüren könntest?”

Was dein Kind dabei lernt, wird es sein ganzes weiteres Leben lang begleiten. Schritt für Schritt erfährt es mit dir zusammen, wie wertvoll es ist, in sich hineinzuspüren und die eigenen Bedürfnisse hinter den Gefühlen wahrzunehmen – und es lernt, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu differenzieren und zu benennen. So kann es dann mit zunehmendem Alter eigene Wege finden, sich um seine Bedürfnisse und deren Erfüllung selbst zu kümmern.. Und das führt zu Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung und zu tiefer Verbundenheit mit den Menschen um uns herum.

Das passiert, wenn die Bedürfnisse deines Kindes ständig unerfüllt bleiben

Hand aufs Herz: Die meisten von uns sind anders groß geworden und zum Funktionieren erzogen worden. Das ist zwar bedauerlich – doch wir haben tagtäglich und Konflikt für Konflikt die Wahl, es anders zu machen und damit die Welt ein klein wenig liebevoller zu gestalten.

Ich bin so aufgewachsen, dass starke Gefühlsäußerungen wie Toben, Schreien, Weinen und auch lautes Lachen oder starke Freude unterbunden werden. „Das macht man nicht“, „Reiß dich mal zusammen“, “Du bist zu viel” – solche Glaubenssätze schreiben sich meist tief in die Seele ein und begleiten uns auch noch im Erwachsenenleben.

Hallo, inneres Kind. Wie gesagt, ich kenne das selbst: Vor allem „Das macht man doch nicht“ ist so ein Satz, der bei mir viele Jahre lang immer wieder um die Ecke geschielt hat. Nur wer ist eigentlich dieser ‚man‘ und warum sollte ich mir von ihmirgendwas sagen lassen?

Wenn Kinder lernen, ihre Gefühle immer wieder zu unterdrücken, nehmen wir ihnen die Möglichkeit, einen Umgang damit zu lernen, Frustrationstoleranz und Selbstwirksamkeit und damit Selbstwert und Selbstvertrauen zu entwickeln. Das gilt vor allem dann, wenn das Unterbinden der starken Gefühlsäußerungen auch noch mit Strafen verbunden ist, wie zum Beispiel Liebesentzug oder erzwungenem Alleinsein: „Du gehst jetzt in dein Zimmer! Ich will dich hier erst wieder sehen, wenn du dich wieder normal verhältst!“

Liebesentzug, auch wenn er nur vorübergehend ist, bedeutet für Kinder den puren Horror. Dies ist immer ein Abbruch der Bindung, die sie zum Überleben dringend brauchen. Sie sind ja noch völlig von uns abhängig und uns ganz und gar ausgeliefert. Ein Kind, das lernt, seine Gefühle zu unterdrücken, bleibt mit seinen unerfüllten Bedürfnissen allein, und die Bedürfnisse bleiben unerfüllt. Auch das schreibt sich ein: „Meine Gefühle und Bedürfnisse sind unwichtig. Ich muss mich kontrollieren, damit Mama und Papa mich lieb haben. Mit mir stimmt was nicht. Ich darf nicht ich selbst sein. Ich bin nur in Ordnung, wenn ich mich so verhalte, wie Mama und Papa mich haben wollen.“

Logo, in dieser Klarheit wird das kein Vierjähriger denken. Doch solche Annahmen schreiben sich tief ein und begleiten Kinder ein Leben lang.

Ich weiß, dass ein starker Gefühlsausbruch bei Kindern für Eltern mitunter eine riesige Herausforderung sein kann. Ich war selbst ein Kind mit starken Gefühlen. Und besonders bei meiner Tochter hatte ich viel mit starken Gefühlen und Wutausbrüchen zu tun. Deshalb kenne ich beide Seiten.

Schau also genau hin, beobachte dein Kind, hör ihm zu und finde so heraus, was es dir mit seinem Verhalten und seinen Gefühlen über sich erzählen möchte. So kann es lernen, wie es nach und nach alternative Wege im Umgang mit starken Gefühlen findet.

Und jetzt wollen wir mal in die Praxis gehen und gucken, wie wir das anstellen können.

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Bedürfnisse mithilfe der Gewaltfreien Kommunikation formulieren

Kinder wollen mitmachen, sie wollen kooperieren – sofern sie mit ihren Bedürfnissen gesehen werden. Auch das ist eine Grundannahme der Gewaltfreien Kommunikation. Jede:r möchte zum Wohle der Gemeinschaft beitragen, vorausgesetzt, die eigenen Bedürfnisse sind erfüllt. Kinder brauchen manchmal nur etwas Hilfe, um es zu schaffen.

Ich möchte dazu gern ein Beispiel geben, das so oder so ähnlich die meisten von euch kennen. Es ist der Klassiker: Dein Kind weigert sich, die Zähne zu putzen. Als erwachsene Person weißt du, dass Zähneputzen total wichtig ist. Die Zähne werden geputzt. Punkt. . Du kannst einschätzen, was die Konsequenzen mangelnder Zahnhygiene sind, und du bestimmst deshalb aus deiner Elterlichen Fürsorge heraus, dass die Zähne geputzt werden.

Du möchtest vermeiden, deine Elterliche Macht zu missbrauchen, etwa durch Festhalten, Drohen, Schimpfen. Ihr wollt ja in die Freiwilligkeit und in die bedürfnisorientierte Erziehung bzw. Elternschaft. Und dafür ist es wichtig, die Bedürfnisse deines Kindes zu verstehen. Bedürfnisse beim Zähneputzen, denkst du vielleicht? Ja, tatsächlich!

Dein Kind könnte beispielsweise das Bedürfnis nach Autonomie haben, nach Führung, nach Nähe oder auch nach Spiel und Spaß. Jetzt ist auch klar, dass kein zwei- oder dreijähriges Kind sagen wird: „Mama, ich putze freiwillig die Zähne, wenn ich dabei mehr Führung bekomme.“ Und dann ist es unsere Aufgabe, aus dem kindlichen „Nein, ich will nicht“ das unerfüllte Bedürfnis herauszulesen und unserem Kind beim Formulieren seiner Bedürfnisse zu helfen.

So erkennst du in 4 einfachen Schritten, wie und welche Bedürfnisse dein Kind hat und kommuniziert

Wie wir mithilfe der Gewaltfreien Kommunikation Bedürfnisse zu äußern (bzw. unserem Kind dabei helfen), dazu gibt es vier einfache Schritte, die ich dir jetzt näherbringen möchte.

Schritt 1: Beobachten

Im ersten Schritt beobachten wir die Situation objektiv – das heißt, ohne sie zu bewerten. Das ist leichter gesagt als getan und braucht etwas Übung. Wichtig ist für diesen Schritt, Beobachtung und Bewertung auseinanderzuhalten. Stelle dir vor, du wärst eine Videokamera, die die Situation aufzeichnet. Die Videokamera hält nur fest: „Mein Kind sagt ‚nein‘ zum Zähneputzen.“ Die Videokamera nimmt keine Interpretation vor und stellt keinen Zusammenhang her.

Schritt 2: Das Gefühl beschreiben

Im zweiten Schritt schaust du dir die Gefühlsäußerung deines Kindes genau an. Ist es wütend, traurig, angespannt, genervt, gestresst, verwirrt, frustriert, empört, ängstlich …?

Das kannst du gerne mit deinem Kind zusammen machen, etwa indem du es fragst: „Du bist gerade ganz schön durcheinander, hm?!“, „Du hast gerade ne ganz große Wut im Bauch, kann das sein?!“ etc.

Wenn du dich schwertust, das richtige Wort für das Gefühl deines Kindes zu finden, empfehle ich dir meine Gefühls- und Bedürfniskarte.

Schritt 3: Suche das Bedürfnis hinter dem Gefühl

So und jetzt wird es spannend: Welches Bedürfnis steckt hinter dem Gefühl? Fehlt deinem Kind gerade Führung, Aufmerksamkeit, Unterstützung, Autonomie, Verbundenheit? Auch hier kannst du deinem Kind altersangemessene Fragen stellen, z. B. „Du willst selbst entscheiden, wie wir die Zähne putzen, oder?!”

Schritt 4: Finde die passende Strategie

Manchmal ist es jetzt schon glasklar und die Strategie zur Bedürfniserfüllung liegt vor dir. In anderen Fällen lohnt es sich, kreativ zu werden. Also beim Beispiel Zähneputzen könnte es ja sein, dass dein Kind mehr Autonomie braucht. Dann wäre eine mögliche Strategie, dass dein Kind zwischen zwei Zahnbürsten wählen darf. Es könnte auch sein, dass dein Kind beim Zähneputzen mehr Verbundenheit und Nähe braucht. Dann wäre eine mögliche Strategie, dass es auf deinem Schoß Zähne putzt. Auch hier kannst du dein Kind unterstützen und sein Bedürfnis altersgerecht formulieren, z. B. „Du willst selbst entscheiden, wann und wie wir die Zähne putzen, stimmt’s?!”

Zusammenfassung

Falls du in der GFK noch ungeübt bist, kommt es dir im Moment vielleicht recht umständlich vor, die vier Schritte durchzugehen, um die Bedürfnisse deines Kindes herauszufinden und zu formulieren. Doch mit jedem Mal wird dir das leichter fallen, bis dieser Prozess irgendwann ganz wie von selbst abläuft und du dein Kind nur zu sehen brauchst und schon klar weißt, was es braucht.

Mein Vorschlag:

Lasst uns versuchen, die Verurteilung rauszunehmen. Lasst uns aufhören, das vermeintlich „Schlechte” im Menschen zu sehen. Lasst uns lieber hinschauen, hinhören und hinspüren, was das Kind uns mitteilen möchte: welches Bedürfnis es sich mit dem Stehlen zu erfüllen versucht!

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