Ein anderes Kind weint – und deines lacht. Oder es ist gemein zu anderen Kindern.
Und du denkst dir vielleicht: „Oh Gott … warum verhält sich mein Kind so? Hat es denn kein Mitgefühl?“
Möglicherweise läuft in deinem Kopf ein Film davon ab, wie ein Kind „sein sollte“, „sich verhalten sollte“ … Bloß dein Kind spielt in irgendeinem anderen Film mit!
Dann darf ich dich gleich mal abholen: Nur weil dein Kind sich in einem Moment anders verhält, als du es erwartest, heißt das keineswegs, dass es keine Empathie hat. Und Empathie ist nichts, was dein Kind „können muss“.
Empathie entwickelt sich.
Und in diesem Artikel schauen wir uns an, warum das so ist, wie du Empathie bei deinem Kind fördern kannst – und bei dir selber, denn dein Inneres Kind ist ja auch immer dabei.
Die 3 wichtigsten Infos zusammengefasst:
Empathie darf sich entwickeln: Kinder kommen keineswegs empathisch auf die Welt – sie lernen Mitgefühl Schritt für Schritt und in ihrer eigenen Geschwindigkeit.
Empathie fördern statt fordern: Du kannst bei deinem Kind Empathie stärken, indem du ihm Empathie vorlebst, die Gefühle deines Kindes begleitest und ihr gemeinsam einen Gefühlswortschatz entwickelt.
Empathie ist freiwillig und Empathie ist erlernbar: Niemand „muss“ Empathie schenken. Doch wer Empathie schenken möchte, kann es lernen und immer wieder üben.
Was ist Empathie eigentlich?
Ich möchte hier zum Start mal Marshall Rosenberg zitieren, den Begründer der Gewaltfreien Kommunikation. Seiner Aussage nach ist Empathie ein respektvolles Verständnis dafür, was andere erleben. Bäm. Den Satz finde ich total stark.
Denn anstatt Empathie anzubieten, haben wir oft einen starken Drang, Ratschläge oder Bestätigung zu geben und unsere eigene Position oder unser Gefühl zu erklären. Doch echte Empathie fordert uns dazu auf, unseren Geist zu leeren und anderen mit unserem ganzen Wesen zuzuhören.
Ich übersetze Empathie mit Einfühlungsvermögen. Das heißt: Ich kann mich einfühlen – sowohl in andere als auch vor allen Dingen in mich selber.
Und Marshall Rosenberg meinte, die wichtigste Zutat für Empathie ist Präsenz:
Wir sind ganz für den anderen und seine Erfahrung da. Und das finde ich eine wundervolle Kombination. Denn um bei anderen und bei mir Empathie erfüllen zu können, brauche ich auch das Bedürfnis nach Präsenz erfüllt.
Ich kann also überlegen
Was kann ich tun, um in diesem Moment präsent zu sein, damit ich dann auch empathisch sein kann?
Empathie ist damit eine Art des Zuhörens, des Vor-Ort-Seins, des Anwesendseins für mich oder für jemanden anderen. Empathie bedeutet, den Raum dafür zu geben, dass Gefühle da sein dürfen, gefühlt werden dürfen, gehalten werden.
Und dann kannst du diese Gefühle mit erfüllten oder unerfüllten Bedürfnissen verbinden, also dass du guckst: Welches Bedürfnis steckt hinter dem jeweiligen Gefühl, was da gerade Raum bekommt? Und das machst du, ohne dass du weiter etwas beitragen willst oder etwas von dir erzählst. Sondern du bleibst empathisch im Zuhören oder fragst empathisch. Das ist für mich gelebte bedürfnisorientierte Elternschaft.
Wobei du für Empathie übrigens keineswegs unbedingt Worte brauchst – im Gegenteil. Wenn du so was sagst wie „Ja, ich verstehe dich“ oder „Du bist ganz traurig”, kann das auch schnell dazu führen, dass andere sich angegriffen fühlen.
Denn sie wollen erst mal nur gesehen und gehört werden, ohne dass du groß was sagst. Da darfst du wirklich einfach mal den Mut haben, die Klappe zu halten und empathisch zuzuhören: Welche Gefühle siehst und hörst du da gerade? Welche Bedürfnisse könnten sich dahinter verstecken?
Und das ist die große Magie der Empathie:
Dass du deinem Gegenüber das Gefühl schenkst „Ich bin hier willkommen. Ich bekomme Raum. Meine Gefühle dürfen sein.“
Das ist vielleicht herausfordernd von heute auf morgen umzusetzen. Ich vergleiche Empathie gerne mit einem Muskel, den du trainieren kannst. Und je mehr du übst, dich empathisch zu verhalten, desto größer wird dein Empathie-Muskel. Also das ist tatsächlich eine Frage der Übung. Doch je mehr du übst, desto mehr kommst du in deine Selbstwirksamkeit.
Sind Empathie und Mitleid das Gleiche?
Und übrigens gibt es zwischen Mitleiden und Einfühlen einen ganz großen Unterschied. Denn beim Mitleid gehst du voll ins Leiden des anderen Menschen mit rein. Du spürst selber seine oder ihre Gefühle: den Schmerz, die Traurigkeit, die Angst, die Freude.
Rosenberg hat dazu gesagt:
Auch wenn wir uns manchmal dafür entscheiden, Mitleid zu haben, indem wir das fühlen, was die anderen fühlen, dürfen wir uns bewusst machen, dass wir im Moment des Mitleidens keine Empathie geben.
Also wenn es dich total trifft, was die andere Person erzählt und bei dir Gefühle auslöst, dann bist du wahrscheinlich eher im Mitleid als in der Empathie. Beides ist okay, doch es sind unterschiedliche Dinge, und dessen darfst du dir gern bewusst werden..
Welche Ursachen hat fehlende Empathie beim Kind?
Viele Eltern machen sich Gedanken oder sogar Sorgen über die Empathiefähigkeiten ihres Kindes. Und so überrascht es mich wenig, dass mich kürzlich aus der #gfkmitKathy-Community folgende Frage erreichte:
„Mein Kind (5 Jahre) ist wenig empathisch. Kann ich meinem Kind Empathie beibringen? Und wenn ja: Wie mache ich das?“
Zum zweiten Teil der Frage – wie du bei deinem Kind Empathie stärken kannst –, dazu kommen wir weiter unten.
Vorab möchte ich erst mal klären, dass die Aussage, die ich hier mit dir geteilt habe, eine Interpretation ist: Es ist die Wahrnehmung der Mutter.
Das heißt keineswegs, dass das dann tatsächlich so ist. Denn wie Menschen Empathie schenken und ihr empathisches Wesen zeigen, das ist unglaublich individuell.
Nur weil es jemand anders macht, als du Empathie definierst, heißt das keinesfalls, dass dieser Mensch unempathisch ist.
Alle Menschen tragen in sich das Bedürfnis nach Empathie und auch die Fähigkeit, empathisch zu sein. Und wenn dein Kind in deiner Wahrnehmung keine Empathie zeigt, heißt das keinesfalls, dass es keine hat. Sondern es braucht vielleicht Zeit oder andere Bedingungen, um Empathie empfangen oder geben zu können.
Und das ist für mich auch ein wichtiger Punkt:
Empathie zu schenken, ist völlig freiwillig. Niemand „muss“ Empathie schenken, nur weil es eine andere Person gerade erwartet.
Empathie ist außerdem keineswegs von Anfang an da – in die Wiege gelegt sozusagen. Sondern sie entwickelt sich. Was da wann passiert, erkläre ich dir jetzt.
Ist Empathie eigentlich angeboren?
Kurze Antwort: nein. Also das Bedürfnis nach Empathie, das ist evolutionär bedingt in uns allen angelegt. Doch wie das mit der Empathie geht, das dürfen Kinder nach und nach lernen.
Wann sich Empathie entwickelt, ist individuell vom Kind abhängig. Die Voraussetzung dafür ist, dass dein Kind gelernt hat, dass es eine eigenständige Person mit eigenen Gefühlen ist. Dass es ein Ich-Bewusstsein hat und merkt, dass sich seine Gefühle und Bedürfnisse von denen anderer Menschen unterscheiden.
Das passiert im Laufe der ersten Autonomiephase, die bei einigen Kindern mit etwa anderthalb Jahren beginnt und ungefähr bis zum Alter von fünf Jahren dauert. In dieser Phase entwickelt dein Kind einen eigenen Willen und steht vermehrt für seine eigenen Bedürfnisse ein.
Und ungefähr zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr entwickeln Kleinkinder die erste Stufe der Empathie. Sie erkennen zum Beispiel, wenn jemand traurig ist oder glücklich ist – oder auch, wenn sie selber traurig oder fröhlich sind. Je nach Charakter wollen sie dann vielleicht eine andere Person trösten oder mit ihr mitfeiern.
Und dann geht es weiter: Zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr sind die Spiegelneuronen voll entwickelt. Sie ermöglichen es Kleinkindern, Handlungen und Gefühle anderer Menschen nachzuvollziehen.
Also diese Zusammenhänge zu verstehen:
„Ah, dem anderen Kind ist jetzt gerade das und das passiert. Und deshalb ist es jetzt traurig.“
Das heißt:
Empathiefähigkeit ist eine erlernte Eigenschaft. Und das wiederum bedeutet, dass Kinder auch nach der ersten Autonomiephase noch weiterlernen und sogar Erwachsene noch Empathie lernen können, auch wenn es dann ein wenig schwieriger ist und viel Übung braucht.
Welche Voraussetzungen braucht dein Kind, um empathischer zu werden?
Wenn du wie die Mama, die ich oben zitiert habe, den Eindruck hast, dass dein Kind „nicht empathisch“ ist, möchte ich dich erst mal einladen, deine Perspektive zu ändern. Du kannst vielleicht eher sagen: „Mein Kind hat Schwierigkeiten, Empathie zu empfangen.“
Auch das ist eine Interpretation. Vielleicht braucht es eine andere Strategie, deinem Kind Empathie zu schenken, damit es sie empfangen kann. Oder dein Kind braucht gerade keine Empathie. Oder dein Kind braucht erstmal was anderes, um überhaupt bereit zu sein, Empathie zu empfangen. Weil seine Empathiefähigkeit keineswegs ausgereift ist und weil es Übung bedarf.
Nur wie machst du es denn jetzt? Dazu gebe ich dir unten konkrete Vorschläge.
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Empathie, so viel haben wir ja nun geklärt, bedeutet erst mal, den Gefühlen, die da sind, Raum zu geben. Und idealerweise kannst du die Gefühle mit den dahinterliegenden Bedürfnissen verknüpfen. Wenn du dafür mehr Anleitung brauchst, dann hol dir gern für 0 € meinen Bedürfnisübersetzer. In diesem E-Book bekommst du konkrete Formulierungshilfen in Kindersprache, damit du auch in stressigen Situationen schneller erkennst, was dein Kind wirklich braucht.

So förderst du Empathie bei deinem Kind - 3 Tipps für deine Umsetzung
Empathie vorleben
Wenn du deinem Kind helfen möchtest, sich empathisch zu verhalten, ist es in erster Linie wichtig, dass du deinem Kind vorlebst, wie du selbst empathisches Verhalten verstehst – statt zu erwarten, dass dein Kind sich empathisch zu verhalten hat.
Dein Kind empathisch zu begleiten – das kann schon im Mutterleib beginnen, indem du mit dem Wesen in deinem Körper sprichst und es durch die Bauchdecke streichelst. Und dann geht es natürlich weiter, indem du mit deinem Säugling sprichst, beim Wickeln zum Beispiel:
- „Ich wechsle dir die Windel.“
- „Das findest du jetzt gerade ganz doof.“
- „Das merke ich, das höre ich.“
- „Du bist gerade ganz frustriert.“
Du benennst also fürs Erste, was du hörst und siehst, und du benennst die Gefühle. Das genügt erst mal.
Das machst du immer weiter, während dein Kind größer wird. Deinem Kleinkind kannst du beispielsweise sagen:
- „Du bist gerade ganz stolz darauf, wie du das gemacht hast. Ja, das sehe ich!“
- „Guck mal, wie du hier auf dem Sofa springst! Du bist gerade total fröhlich.“
- „Ist es schwer für dich, dir die Schuhe anzuziehen?! Ich sehe, dass du ganz frustriert bist.“
Das heißt:
Du schaffst eine Umgebung, in der Gefühle da sein dürfen und benannt werden. Und so begleitest du dein Kind empathisch: indem du das, was du siehst, in Worte packst.
Gefühlswortschatz erweitern
Damit legst du auch die Grundlage für den Gefühlswortschatz deines Kindes. Den Gefühlswortschatz kannst du außerdem ganz bewusst weiterentwickeln. Die Menschen, die meinen Online-Kurs gemacht haben, kennen meine Gefühlswolken. Und in meinem Shop gibt es für kleines Geld meine Gefühls- und Bedürfniskarte. Wenn du dir diese Karte anguckst, wirst du vielleicht erstaunt sein, wie viele Gefühle es gibt und wie klein teilweise die Unterschiede zwischen den Gefühlen sind.
Damit kannst du die Gefühle genau erforschen und dich fragen: Was bin ich denn genau? Bin ich einsam oder bin ich alleine? Oder bin ich doch traurig? Oder bin ich frustriert, verzweifelt oder zornig?
Denn der Gefühlswortschatz ist ja die Basis dafür, dass du überhaupt über Gefühle sprechen kannst: Was gibt es denn alles für Gefühle und wie fühlen die sich an?
Wutausbrüche begleiten
Auch wenn ein Wutausbruch dein Kind und dich erst mal stresst: Er ist ein großartiger Anlass, um Empathie zu üben.
Wenn der Wutausbruch gerade stattfindet, sagst du erst mal gar nichts. Den begleitest du, indem du da bist. Indem du deinem Kind hilfst, das zu schaffen. Du erinnerst dich daran, dass dein Kind nichts macht, um dich zu ärgern, und bist einfach präsent und guckst, dass dein Kind heile bleibt und du selber und alles um euch rum. Das ist dein Job im Umgang mit einem Wutausbruch.
Denn im Wutausbruch kann dein Kind nichts hören. Doch irgendwann, wenn die Wut gegangen ist, kommt ihr in die Berührung, und dein Kind sitzt oder liegt in deinen Armen oder auf deinem Schoß.
Und dann ist der Moment, in dem du sagen kannst:
- „Boah, das waren jetzt gerade viele Gefühle.“
- „Das war total anstrengend, oder?!“
- „Du warst so sauer, weil du unbedingt selber entscheiden wolltest, wann du Süßigkeiten isst?!“
- „Und du warst genervt von mir und sauer auf mich?!“
- „Wollen wir uns mal ganz fest drücken?“
- „Du bist in Sicherheit. Ich bin da.“
So kannst du mit deinem Kind reden – und du brauchst keinesfalls sofort eine Lösung für den Konflikt, der zu dem Wutausbruch geführt hat. Das kannst du dann immer noch in Ruhe machen – dass du überlegst, worum es deinem Kind geht und wie du die unerfüllten Bedürfnisse im Alltag so erfüllen kannst, dass es weniger Wutausbrüche braucht. Doch im ersten Moment geht es „nur“ darum, den Wutausbruch empathisch zu begleiten.
Du hast den Eindruck, dass du zu wenig empathisch mit deinem Kind bist?
Und dann gibt es vielleicht auch die Situation, dass weniger dein Eindruck ist, dein Kind sei „zu wenig empathisch“ – sondern dass du selbst Herausforderungen damit hast, Empathie zu schenken.
Für diesen Fall möchte ich dir noch mal einen ganz wichtigen Satz mit auf den Weg geben: Du „musst“ wirklich keine Empathie schenken. Empathie ist freiwillig.
Und vielleicht bist auch du so aufgewachsen: Wenn es einen Konflikt und unangenehme Gefühle gab, brauchte es sofort eine Lösung. Denn Konflikte sind ja auch anstrengend. Nur: Wenn wir die unangenehmen Gefühle wegschieben und Konflikte begraben, ist die Empathie komplett im Eimer. Weil eben die Gefühle überhaupt keinen Raum bekommen – sondern so schnell wie möglich weggewischt werden.
Und das ist genau das Gegenteil von Empathie. Empathie bedeutet für mich, dass ich meine eigenen Gefühle erkenne und mir erlaube, sie zu fühlen, ihnen Raum gebe, sie halte, sie sehe und höre. Empathie ist für mich auch, gesehen und gehört zu werden und anderen empathisch gegenüberüberzutreten – nonverbal oder verbal.
So, und jetzt bist du vielleicht – so wie ich – mit wenig Empathie aufgewachsen. Es war dir verwehrt, Empathie von Kindesbeinen an zu lernen. Und du hast den Eindruck, dass du keine Empathie schenken kannst oder willst.
Was das „wollen“ angeht, möchte ich dir mit auf den Weg geben, dass du alles schaffen kannst, was du willst. Wenn du sagst, dass du Empathie schenken willst, dann kümmerst du dich darum und gibst dein Bestmögliches. Und da kannst du dich erst mal um deine eigenen Gefühle und Bedürfnisse kümmern. Frage dich: „Was fühle ich denn jetzt gerade? Welche Gefühle waren bei mir heute so am Start?“
In meinem Shop gibt es für wenige Euro eine Selbstempathie-Vorlage, die ich auf Grundlage der vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation entwickelt habe. Sie hilft dir vielleicht, bei dir selber einzuchecken.
Und wenn du es tatsächlich „nicht willst”, ist das auch völlig in Ordnung, weil es eben komplett freiwillig ist, ob du dir selber und anderen Empathie schenkst.
Gleichzeitig bist du natürlich in deiner Verantwortung herzlich eingeladen, irgendwann an den Punkt zu finden, dass du sagst: „Okay, jetzt bin ich bereit, mir Empathie zu schenken.“
Und dann kannst du dich fragen:
„Was brauche ich denn, um bereit zu sein, mir Empathie zu schenken? Was könnte mir denn dabei helfen? Vielleicht erst mal, mich zu verstehen?“ Ja, und dann rutschst du wahrscheinlich relativ schnell in so einen Bereich von Innerer-Kind-Arbeit. Denn meistens, wenn wir in so Themen sind, die in uns starke Gefühle auslösen, dann hat das sehr viel mit alten Erfahrungen zu tun.
Und wenn du Kinder hast, kannst du jetzt schon mal anfangen, das mit deinen Kindern gemeinsam zu üben. Dann haben die nachher weniger zu tun als du jetzt. Und ich selber habe das ja auch gelernt. Also ich war früher viel weniger empathisch, als ich es jetzt bin. Und wahrscheinlich kann mein Empathie-Muskel auch noch weiter wachsen. Ja, ich möchte damit auf gar keinen Fall aufhören.
Und ich möchte dir wirklich mitgeben – mit Blick auf dich und mit Blick auf dein Kind: Empathie ist erlernbar. Wenn du in deiner Kindheit wenig Empathie mit auf den Weg bekommen hast, dann darfst du es jetzt lernen – und dabei gleichzeitig deinem Kind dabei helfen, Empathie zu lernen. Bleibt am Ball. Übt. Wachst gemeinsam.
Fazit
Empathie ist nichts, was dein Kind „hat“ – oder „nicht hat“. Sie entwickelt sich: Schritt für Schritt, im individuell eigenen Tempo.
Du kannst dein Kind in diesem Prozess unterstützen, indem du Empathie vorlebst, Gefühle begleitest und ihnen den Raum gibst, den sie brauchen.
Ja und dann möchte ich am Ende nochmals betonen – weil ich es so wichtig finde –, dass Empathie wirklich freiwillig ist. Niemand „muss“ empathisch sein. Weder du noch dein Kind noch sonst jemand.
Das heißt: Wenn jemand gerade keine Bereitschaft zeigt, dir Empathie zu schenken, verzichtest du darauf, diesen Menschen dafür zu verurteilen.
Sondern du richtest den Blick auf dich und guckst, wie du dir jetzt anders Empathie erfüllen kannst.
Was für eine Befreiung!
Oft gestellte Fragen (FAQ)
Kannst du es mit der Empathie auch „übertreiben“?
Hat dir schon mal jemand gesagt, du seist „zu verständnisvoll“, „zu empathisch“? Sei dir gewiss: Es gibt kein Zuviel an Empathie. Empathie ist ja keineswegs ungesund – genauso wie Liebe übrigens. Also wenn jemand bereit ist, Empathie zu empfangen, go for it! Wenn du bereit bist, schenk sie ihm oder ihr und höre erst auf, wenn dieser Mensch sagt: „Danke, ich habe genug.“
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