Du wünschst dir für dein Teenagerkind einen starken Selbstwert – dass es für sich einstehen kann, dass es kein Ja-Sager ist, dass es sich um sich kümmern kann, dass es weiß, was es braucht.
Und dann beobachtest du, dass dein Teenager negative Glaubenssätze wie „Ich bin hässlich!“, „Ich bin dumm!“ oder „Nichts kann ich!“ mit sich rumträgt. Und du fragst dich, wie du dein Kind so begleiten kannst, dass es voller Vertrauen in sich selbst und die Welt aufwächst.
Genau das schauen wir uns diesem Artikel an, let’s fetz!
Die wichtigsten Infos zusammengefasst:
Ein starker Selbstwert entsteht aus fundierter Bindung – und dafür braucht es deine Elterliche Fürsorge, Elterliche Führung, Elterliche Liebe und Elterliche Achtung.
Die Bedürfniswelt von Kindern baut aufeinander auf – wenn deinem Kind der sichere Boden unter den Füßen fehlt, wird es deine Elterliche Achtung nur schwer annehmen können.
Für einen geringen Selbstwert gibt es keine schnellen Lösungen – schau immer wieder auf das Verhalten deines Teenagers und finde heraus, welche Bedürfnisse unerfüllt sind.
Guck auch auf dich selbst – deine eigener Selbstwert ist wichtig dafür, dass auch dein Kind ein starkes Selbstwertgefühl entwickeln kann.
Woran erkenne ich, dass mein Teenager ein geringes Selbstwertgefühl hat?
Ein geringes Selbstwertgefühl hat relativ klare Symptome. Wenn dein Kind einen schwachen Selbstwert hat, äußert sich das in Gedanken oder Aussagen wie:
- „Ich kann nichts!“
- „Ich bin wertlos!“
- „Alle anderen können das besser!“
- „Ich wünschte, ich wäre nicht hier!“
- „Niemand interessiert sich für mich!“
Das heißt: Dein Kind trägt negative Glaubenssätze in sich. Es ist wenig von sich überzeugt und traut sich wenig zu. Es kann das Potenzial, das es in sich trägt, kaum nutzen.
Die Herausforderung: Dein Kind kommt wohl kaum von seinen negativen Glaubenssätzen los und wandelt sie in positive um, wenn ihr dreimal „Ich bin wichtig!“ oder „Ich bin wertvoll!“ klatscht. Da braucht es mehr. Und wie du die Sache angehen kannst, das schauen wir uns jetzt gleich an.
Woher kommt das? Ursachen für ein geringes Selbstwertgefühl in der Pubertät
Um zu verstehen, was die Ursachen für ein geringes Selbstwertgefühl bei deinem Teenager sind, gucken wir uns erstmal an, was ein Mensch braucht, um ein starkes Selbst entwickeln zu können.
Nach meinem zertifizierten Erziehungs- und Beratungskonzept LilaLiebe® kann das große Selbst erst dann entstehen, wenn sich fundierte Bindung entwickelt hat. Diese entsteht dadurch, dass Kinder in den drei Autonomiephasen, den drei Entwicklungsphasen, weitgehend das bekommen haben, was sie brauchen.
Dafür braucht es deine Elterliche Fürsorge, deine Elterliche Führung, deine Elterliche Liebe und deine Elterliche Achtung – zusammengenommen deine Elterliche Verantwortung. Was das genau bedeutet, erkläre ich dir weiter unten.
Wenn dein Teenagerkind nun Glaubenssätze wie „Ich kann nichts!“ oder „Ich bin dumm!“ mit sich herumträgt, ist gegebenenfalls in den früheren Entwicklungsphasen einiges schiefgelaufen – vielleicht, weil du erst vor einem Monat oder einem Jahr mit der #gfkmitkathy angefangen hast. Das ist keinesfalls dramatisch, denn du kannst immer nachbeeltern.
Das Gleiche gilt übrigens, wenn es im Leben deines Teenagerkindes einen großen Umbruch gegeben hat wie etwa einen Umzug an einen anderen Ort oder eine Trennung der Eltern. Bei allen Umbrüchen rutschen Kinder grundsätzlich erstmal wieder zurück in die Bedürfniswelt der ersten Autonomiephase und brauchen vor allem das Oberbedürfnis nach Sicherheit erfüllt. Erst wenn die Sicherheit wiederhergestellt ist und sich das Nervensystem wieder reguliert hat, ist dein Kind bereit für deine Elterliche Liebe.
Und so baust du das immer wieder auf. Und dafür brauche ich dich in deiner Präsenz und deiner Elterlichen Verantwortung. Und wenn wir schon bei dir sind: Im nächsten Abschnitt erkläre ich dir, warum das Selbstwertgefühl deines Teenagers unfassbar viel mit deinem eigenen Selbstwert zu tun hat.
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Ich habe bereits angedeutet, dass dein Teenager nur dann fundierte Bindung und damit ein starkes Selbst entwickeln kann, wenn er alles hat, was er braucht. Und es ist deine Elterliche Verantwortung, die unerfüllten Bedürfnisse deines Teenagers hinter seinem Verhalten zu erkennen. Wenn du dafür Unterstützung brauchst, lege ich dir meinen Teenie-Dolmetscher ans Herz. Mit diesem dreiteiligen E-Book verstehst du leichter, was in deinem Teenager vorgeht und kommst raus aus den ewigen Machtkämpfen. Und das Beste: Es kostet dich keinen Cent!

Welche Rolle spielt deine eigene Haltung als Elternteil?
Ich feiere dich sehr dafür ab, dass du diesen Artikel liest – denn das bedeutet, dass dir deine Elterliche Verantwortung wichtig ist. Und du wirst sehen: Wenn du dich mit der Bedürfniswelt deines Teenagers beschäftigst und deine Herangehensweisen veränderst, dann wird sich eine Menge verändern: im Leben deines Teenagers, in eurer Verbindung – und gegebenenfalls auch bei dir.
Denn du bist herzlich eingeladen, auch bei dir selbst hinzugucken. Du darfst dich um deine Sorgen kümmern. Solange du voller Sorge bist, wirst du deine Sorgen auf dein Kind übertragen.
Wie sieht es mit deinem eigenen Selbstwert und deinem Selbstvertrauen aus? Viele Erwachsene der heutigen Elterngenerationen haben einen eher geringen Selbstwert – weil sie keine Führung voller bedingungsloser Liebe und Achtung erfahren durften. Das heißt, du kannst gleich für dich selbst mitmachen und auch für dich überlegen: Was gibt es für Strategien, um sich um unerfüllte Bedürfnisse zu kümmern?
Dein eigener Selbstwert ist für deine Elternrolle unfassbar wichtig. Denn wir Eltern sind das Vorbild, an dem unsere Kinder lernen. Und deswegen ist es eines der schönsten Geschenke, die wir unseren Kindern machen können, wenn wir uns um unseren eigenen Selbstwert kümmern.
Für mich war das einer der größten Antreiber, so viel in meine persönliche Entwicklung zu investieren und zu lernen und zu wachsen und mich zu hinterfragen: Dass ich für meine Kinder weitestgehend in meinem innerlichen Frieden sein wollte. Ich wollte, dass meine Kinder eine Mama haben, die ihr Leben liebt, die in ihrem eigenen Selbstwert steht, die ihren Kindern ganz viel Liebe geben kann – statt den ganzen Ballast, der von den anderen Generationen an uns dranhängt.
Klar habe auch ich herausfordernde Tage und bin auch mal gestresst. Und manchmal kommen auch bei mir alte Glaubenssätze hoch. (Wenn du dir anhören willst, wie ich den Glaubenssatz „Ich bin nicht liebenswert“ hinter mir lasse, dann komm gern in meinen Podcast.) Doch weitgehend lebe ich in meinem inneren Frieden und das spüren meine Kinder auch.
Versteh das keineswegs als Druck im Sinne von: „Wenn ich es nicht schaffe, einen starken Selbstwert zu entwickeln, bin ich eine schlechte Mutter/ein schlechter Vater.“ Sondern ich möchte dir Mut machen, bei dir hinzugucken. Und dir vermitteln, dass du das darfst – für dich selbst und für deine Kinder.
Und wir beide – du und ich – werden da ja auch nie irgendwie an einem Ziel ankommen und mit unserer Persönlichkeitsentwicklung „fertig“ sein. Sondern das ist eine lebenslange Reise, ein andauernder Prozess, und es kommen auch immer wieder neue Themen hoch. Und das ist wunderbar, denn es ist jedes Mal wieder Wachstumspotenzial, was sich uns da zeigt.
So stärkst du den Selbstwert deines Teenagers
Jetzt kehren wir vom Ausflug zu dir selbst zurück und gucken konkret darauf, wie du das Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein deines Teenagers stärken kannst.
Was es für einen starken Selbstwert braucht
Und da braucht es mehr als „nur“ deine Liebe. Ich habe es bereits kurz erwähnt: Es braucht deine Elterliche Fürsorge, deine Elterliche Führung, deine Elterliche Liebe und deine Elterliche Achtung. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Wenn du nämlich die Liebe vor die Fürsorge stellst, kann dein Kind auf Dauer unmöglich überleben. Wenn du die Liebe vor die Führung stellst, wirst du deinem Kind zu viel Verantwortung überstülpen, weil es dir schwerfällt, Entscheidungen für dein Kind zu treffen – und dann verliert dein Kind den Boden unter den Füßen.
Wir fangen also an mit der Elterlichen Fürsorge. Die heißt übersetzt: Du kümmerst dich um all die Bedürfnisse, die dein Kind zum Überleben braucht: Nahrung, ausreichend Schlaf, Luft, Entleerung, Wärme beispielsweise. Das beginnt mit der Geburt deines Kindes und bleibt deine gesamte Elternschaft über bestehen. Klar: Je älter dein Kind wird, desto selbstständiger wird es und lernt von dir, wie es sich um diese Bedürfnisse, die fürs Überleben notwendig sind, selbstständig kümmern kann. Und das ist der erste Teil fundierter Bindung, der entstehen darf, damit wir dieses starke Selbst bei Kindern sehen können und es sich entwickeln kann.
Ab etwa anderthalb oder zwei Jahren braucht es zusätzlich zur Elterlichen Fürsorge außerdem deine Elterliche Führung, die das Oberbedürfnis deines Kindes nach Sicherheit erfüllt. (Oberbedürfnis bezeichnet in der LilaLiebe® ein übergeordnetes Bedürfnis, das in einer Autonomiephase besonders im Vordergrund steht und dem mehrere Unterbedürfnisse zugeordnet sind.) Ab diesem Zeitpunkt rücken bei deinem Kind beispielsweise Orientierung, Schutz, Autonomie, Rituale, Struktur, Grenzen, Geborgenheit und anderes mehr in den Fokus. Diese Bedürfnisse waren vorher bereits da, in der ersten Autonomiephase stehen sie allerdings besonders im Fokus. Diese Entwicklungsphase kann für Eltern herausfordernd sein, denn das Kind fängt an mit den ersten „Neins“, da es auf einmal alles alleine machen will. Nur: Dafür fehlen ihm mitunter die Fähigkeiten, die Konsequenzen abzusehen. Gleichzeitig braucht es deinen Blick auf das Autonomiebedürfnis deines Kindes – dass du dafür Räume schaffst und eben gleichzeitig die Sicherheit deines Kindes im Blick behältst.
Elterliche Führung heißt in diesem Sinne, dass du erkennst, was dein Kind braucht, und dafür sorgst, dass dein Kind das bekommt, was es braucht und du ihm dabei hilfst, Dinge (selbst) zu schaffen. Dafür entscheidest du darüber, was gemacht wird, weil du die Konsequenzen absehen kannst. Das Wie kann dein Kind altersgerecht mitgestalten.
In dieser ersten Autonomiephase kommen die ersten Wutausbrüche und Konflikte. Denn mit Ringelpiez mit Anfassen und ganz viel Liebe kommen wir hier an unsere Grenzen. Ich habe in meinen Beratungen ganz häufig Eltern, die sagen: „Ich liebe mein Kind so sehr und ich gebe ihm wirklich all meine Liebe – nur trotzdem hat es diese Wutausbrüche.“ Ja – weil die Elterliche Führung fehlt.
Und in der zweiten Autonomiephase zwischen etwa fünf und acht Jahren kommen die nächsten Wutausbrüche und die nächsten „Neins“. Denn dein Kind möchte in diesem Alter vermehrt selbst entscheiden. Gleichzeitig kann es keineswegs alles entscheiden, weil es unmöglich die Konsequenzen absehen kann. In dieser Phase braucht dein Kind vermehrt deine Elterliche Liebe, damit sich bei ihm das Oberbedürfnis nach Zugehörigkeit erfüllt – das wichtigste Bedürfnis der zweiten Autonomiephase. Und was ist die Elterliche Liebe? Es ist deine Haltung: Wie du auf dein Kind guckst, wie du über dein Kind redest, wie du über dein Kind denkst. Also wenn du denkst: „Mein Gott, das ist echt so eine Nervbratze!“ hat das wenig mit wahrhaftiger Elterlicher Liebe zu tun. Elterliche Liebe handelt ohne Belohnung und Bestrafung und ohne Machtkämpfe, verzichtet auf Manipulation, auf Ablenkung und auf Bedingungen für Liebe.
Deine Elterliche Liebe ist natürlich die ganze Zeit über da, seit Geburt deines Kindes oder bereits davor. Nur: Erst in dieser Entwicklungsphase, die mit etwa fünf Jahren beginnt, legen wir wirklich das Augenmerk auf die Elterliche Liebe. Denn dein Kind kann deine Liebe überhaupt erst annehmen, wenn es festen Boden unter den Füßen hat und sein Oberbedürfnis nach Sicherheit erfüllt ist. Denn sonst ist sein Nervensystem die ganze Zeit angespannt.
Das ist also der zweite Aspekt für die Entwicklung fundierter Bindung.
Und jetzt kommt dein Kind ab etwa neun Jahren in die Pubertät und damit in die dritte Autonomiephase. Da braucht es vermehrt deine Elterliche Achtung. Dass dein Teenagerkind erfährt: Du bist bedingungslos loyal an seiner Seite. Du bist da – egal, was dein Kind macht. Du stehst hinter, neben, vor deinem Kind. Du hilfst ihm, alles zu schaffen. Und du schenkst ihm in dieser Autonomiephase den Raum, eigene Erfahrungen zu machen.
Und wenn dein Kind im Laufe seiner Entwicklung all das bekommen hat – dann entsteht fundierte Bindung und damit ein starkes Selbstwertgefühl.
Wenn das Fundament fehlt: Nachbeeltern
Ich habe dir anhand meines Erziehungs- und Beratungskonzepts LilaLiebe® erklärt, was ein Kind durch die verschiedenen Autonomiephasen hindurch braucht, um ein starkes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen entwickeln zu können. Nur: Jetzt hast du da gegebenenfalls einen Teenager, der negative Glaubenssätze mit sich rumschleppt und offenbar keinen starken Selbstwert hat.
Dann gehst du einen Schritt (oder mehrere) zurück und schaust in die Bedürfniswelt der verschiedenen Autonomiephasen. Je öfter dein Teenagerkind Sachen sagt oder macht, die bei dir den Eindruck erwecken, dass es kein starkes Selbstwertgefühl hat, desto mehr braucht es die Bedürfnisse früherer Entwicklungsphasen erfüllt – desto mehr braucht es die Oberbedürfnisse Sicherheit und Zugehörigkeit erfüllt, die wichtigsten Bedürfnisse der ersten beiden Autonomiephasen. Denn das Fundament fehlt, der sichere Boden fehlt. Wenn dein Kind keinen sicheren Boden hat, kann sich keine Zugehörigkeit entwickeln und dann kann dein Teenagerkind noch viel weniger in seine Achtung finden. Das heißt: Es braucht auch dieser Entwicklungsphase deine Elterliche Führung, deine Elterliche Liebe und deine Elterliche Achtung.
Wenn dein Teenager Sachen sagt wie „Ich bin dumm!“?
Wenn dein Kind einen negativen Glaubenssatz wie „Ich bin dumm!“ oder „Ich bin hässlich!“ äußert, wird es ihm wenig bringen, wenn du darauf sagst: „Och nö, das bist du nicht.“ Öffne stattdessen den Raum für die Gefühlswelt deines Kindes und finde die unerfüllten Bedürfnisse. Etwa so: „Du hast den Eindruck hast, dass du dumm bist?! Das macht dich ganz traurig, oder?!“ Und dann braucht es deine Elterliche Führung. Denn es gibt offenbar etwas, dass dein Kind schaffen möchte – und dabei braucht es deine Hilfe. Hilf deinem Kind, es zu schaffen, damit es in seine Achtung findet. Und dass es sich um sich kümmern kann – egal, was andere über dein Kind denken.
Es ist klar wie Kloßbrühe, dass sich der Selbstwert durch ein Gespräch keineswegs um 180 Grad dreht. Auch für dein Teenagerkind ist das ein Weg, ein andauernder Prozess, und ihr werdet wieder und immer wieder solche Gespräche zu führen haben.
Glaubenssätze nachhaltig in den Alltag integrieren
Wie du positive Glaubenssätze für Kinder und Teenager aufbaust, dazu findest du in meinem Herzenslexikon einen eigenen Artikel, den ich dir hier ans Herz legen möchte. Dort findest du auch noch mal Impulse dazu, wie du negative Glaubenssätze mit Empathie begleitest, statt sie zu verurteilen und wie ihr positive Glaubenssätze in den Alltag integrieren könnt.
Und in meinem Vlog findest du passend zum Thema das Video „Glaubenssätze für Kinder: So stärkst du den Selbstwert & erfüllst ihre Bedürfnisse“.
Fazit: Ein starkes Selbstwertgefühl braucht sichere Wurzeln
Sicherheit, Zugehörigkeit und Achtung sind die wichtigsten Bedürfnisse der drei Entwicklungsphasen deines Kindes. Wenn dein Kind diese erfüllt bekommt, entwickelt es sich vom kleinen Pflänzchen zum starken Baum mit ausladender Krone. Für die Wurzeln bekommt es alles, was es fürs Überleben braucht. Die Erde, in die das Pflänzchen eingepflanzt wird, ist die Zugehörigkeit – der Platz, wo es hingehört, der sichere Boden. Und dann wird die Pflanze so behandelt, dass sie so wachsen darf, wie sie will. Und die Wurzeln werden dabei immer dicker und stärker. Und wenn der nächste Sturm in Form eines Konflikts kommt, dann wackelt höchstens die Krone ein bisschen im Wind. Doch der Baum steht fest und sicher. Dann hat dein Kind fundierte Bindung und ein starkes Selbst.
Oft gestellte Fragen
Wie unterscheide ich normale Pubertätsunsicherheit von einem ernsthaft geringen Selbstwertgefühl?
Aus meiner Sicht ist diese Unterscheidung wenig zielführend oder hilfreich. Entscheidend ist: Wie verhält sich dein Kind, was sagt es dir über sich? Welche unerfüllten Bedürfnisse stecken gegebenenfalls dahinter? Und mit welchen Strategien kannst du dein Kind dabei unterstützen, dass diese Bedürfnisse erfüllt werden? Es gilt im Grunde genommen immer: Guck hin, höre zu und finde heraus, was dein Kind braucht.
Kann ich als Elternteil das Selbstbewusstsein meines Kindes noch beeinflussen, wenn es schon Teenager ist?
Auch in der Teenagerzeit bist du für dein Kind wichtig. Nur: Deine Rolle verändert sich. Du gibst deinem Teenager zunehmend Raum für eigene Erfahrungen. Gleichzeitig bleibst du präsent. Du sorgst für den sicheren Boden, schenkst deinem Kind deine bedingungslose Liebe und deine Elterliche Achtung. Und so trägst du weiterhin dazu bei, dass dein Kind ein starkes Selbst entwickelt.
Wie reagiere ich, wenn mein Kind Komplimente oder Lob grundsätzlich abwehrt?
Ich verzichte komplett auf Lob. Wenn du wissen möchtest, warum, dann lies dir gerne meinen Artikel zum Erziehen ohne Belohnung durch. Darin erfährst du, dass ein Lob eine Bewertung ist. Und dein Teenager braucht für seinen Selbstwert keinesfalls deine Bewertung, sondern dich in deiner Elterlichen Führung, Elterlichen Liebe und Elterlichen Achtung.
Wann sollte ich professionelle Hilfe für mein Kind in Betracht ziehen?
Wenn du den Eindruck hast, dass dein Teenager mit starken Selbstzweifeln zu tun hat und du mit der Situation überfordert bist, dann darfst du dir gerne Unterstützung holen, die dir dabei hilft, herauszufinden, was dein Kind braucht.
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