Selbstwertgefühl bei Kindern stärken: 5 Tipps, wie dein Kind ein starkes Selbst entwickelt

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Einführung

Ich nehme mal an, dass du dir für dein Kind ein starkes Selbst wünschst. Dass dein Kind weiß, was es braucht. Dass es für sich einstehen kann. Dass es Grenzen setzen kann. Dass es sich von Bewertungen anderer freimachen kann und gleichzeitig das Wohl der Gemeinschaft im Blick hat.

Und deshalb ist die spannende Frage: Wie geht das mit diesem Selbstwert? Das nehmen wir uns in diesem Artikel vor!

Die drei wichtigsten Infos zusammengefasst:

Selbstwert entsteht durch Bindung: Dein Kind entwickelt ein starkes Selbst, wenn es erlebt: „Ich bin gut so, wie ich bin.“

Hinter jedem „Ich kann das nicht“ steckt ein unerfülltes Bedürfnis. Wenn du es erkennst und deinem Kind bei der Erfüllung des Bedürfnisses unterstützt, stärkst du immer auch sein Selbst.

Mit Empathie und Führung schenkst du deinem Kind wieder und wieder das Erleben: „Ich kann alles schaffen, was ich will.“

Warum ist es für dein Kind so wichtig, ein starkes Selbstwertgefühl zu entwickeln?

Ein starkes Selbst entsteht aus fundierter Bindung. Fundierte Bindung heißt für mich, dass dein Kind festen Boden unter den Füßen spürt und im Laufe seiner Entwicklung immer mehr lernt, sich um sich selbst zu kümmern. Es stellt sich immer mehr Fragen wie: Was brauche ich? Welche Lösungen finde ich dafür? Wie kann ich mich um mich kümmern?

Wenn dein Kind sich diese Fragen stellt und Antworten darauf findet, wächst es mit einem starken Selbst heran. Dein Kind ist dann kein:e Ja-Sager:in. Sondern es kann für sich einstehen, für seine Bedürfnisse sorgen. Dein Kind entwickelt seine Frustrationstoleranz und findet Wege, wie es klarkommen kann – auch an Tagen ohne Sonne im Gesicht. Halleluja, da wollen wir hin!

Was kann bei Kindern zu geringem Selbstwertgefühl führen?

So, und dann blickst vielleicht auch du jetzt gerade zurück in deine eigene Kindheit. Wie so viele Eltern trägst wahrscheinlich auch du Defizite daraus mit dir herum, weil deine Bedürfnisse wenig Raum bekommen haben und die Erfahrungen gefehlt haben, die fundierte Bindung stärken.

Eine Form der Fürsorge für dein Überleben hat es wohl gegeben, davon gehe ich aus. Sonst wäre es sehr unwahrscheinlich, dass du heute hier bist und diesen Artikel liest.

Es gab in deiner Kindheit auch eine Art der Führung. Nur war das in der Regel Machtmissbrauch durch Belohnung, Bestrafung, Machtkämpfe.

Dann die Elterliche Liebe – die war bestimmt da, nur fehlte den meisten Eltern damals das Wissen, was es braucht, damit bedingungslose Liebe wirklich ankommen kann. Die Liebe konntest du also nur eingeschränkt spüren.

Und somit konnte keine wirklich fundierte Bindung entstehen. Und das willst du deinem Kind ersparen, oder? Damit es ohne solche oder ähnliche negative Glaubenssätze aus der Kindheit auskommt:

Sondern dass es Sätze in sich trägt wie

Weil du selbst anders aufgewachsen bist, fällt es dir vielleicht schwer, damit umzugehen, dass dein eigenes Kind negative Glaubenssätze hat. Wenn es vor dem Spiegel steht und sagt: „Ich bin hässlich“ oder wenn es sagt „Ich bin dumm“, dann triggert das deine eigenen Erfahrungen. Du weißt, wie schmerzhaft das ist.

Jetzt bist du erwachsen und darfst dich darum kümmern, dass du heilst. Und du darfst dein Kind so begleiten, dass es ohne diese negativen Glaubenssätze auskommt, sondern ein starkes Selbst entwickelt. Was es dafür braucht, schauen wir uns nun an.

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Selbstwertgefühl stärken bei Kindern – Dialoge mit Wolf und Giraffe für alle Entwicklungsphasen

Starker Selbstwert entsteht sukzessive im Laufe der Entwicklung des Kindes zum Erwachsenen. Das heißt: Es ist keineswegs der Anspruch, dass dein Kind mit drei Jahren den Selbstwert schlechthin hat. Sondern der wächst nach und nach – es ist ein Prozess. Und in jeder Entwicklungsphase deines Kindes darfst du es so begleiten, dass du seinen Selbstwert nährst und stärkst.

Wie du das machst? Das zeige ich dir jetzt an drei konkreten Situationen aus dem Familienalltag in den drei wichtigen Entwicklungsphasen deines Kindes. Wir spielen die Situationen jeweils einmal mit dem Wolf und einmal mit der Giraffe durch. Das sind Symbole der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg, die er gewählt hat, um deutlich zu machen, wie einerseits die Sprache der Macht funktioniert und wie wir andererseits empathisch sprechen können.

Beispielhafte Dialoge für die erste Autonomiephase (zwischen zwei und fünf Jahren etwa)

Situation: Dein Kind möchte sich selbst die Schuhe anziehen und tut sich schwer damit.

Der Wolf spricht

Kind: „Ich kann das nicht.“

Elternteil: „Ach, jetzt stell dich nicht so an! Das ist nun wirklich nicht so schwer, jetzt da deinen Schuh zuzumachen.“

Kind: „Mama, ich kann das nicht. Es geht nicht.“

Elternteil: „Natürlich geht das. Stell dich nicht so blöd an! Du hast das schon mehrfach gemacht. Und ich habe es jetzt auch wirklich schon zehnmal erklärt. Du sollst den Schuh anziehen!“

Kind: „Blöder Schuh!“

Elternteil: „Jetzt ist Schluss hier. Stell dich nicht so an! Du bist drei Jahre alt. Ich habe dir das schon zehnmal erklärt. Zieh jetzt diesen scheiß Schuh an, ja!?“

Sooo … wie fühlt sich das an beim Lesen? Ich würde sagen: Verbindung zwischen Elternteil und Kind liegt bei unter null. Deshalb schauen wir uns jetzt an, wie du mit der Situation anders umgehen kannst. Und ich möchte dir zeigen, wie du anfangen kannst, den Selbstwert deines Kindes zu stärken. Schritt für Schritt. Deshalb lassen wir die Giraffe sprechen.


Die Giraffe spricht

Kind: „Mama, ich kann das nicht!“

Elternteil: „Oh, du bist richtig genervt gerade, oder?! Du willst es so gern können?!“

Kind: „Ja!“

Elternteil: „Brauchst du Hilfe, das mit dem Schuh zu schaffen?“

Kind: „Ich mach das alleine.“

Elternteil: „Ja, klar! Du brauchst Hilfe, es alleine zu machen.“

Kind: „Ja.“

Elternteil: „Ja. Damit du es alleine machen kannst.“

Kind: „Genau.“

Elternteil: „Okay. Du schaffst doch alles, was du brauchst. Pass auf, ich helfe dir jetzt, es selber zu schaffen. Leg mal deinen linken Fuß auf dein rechtes Knie. So, und jetzt machst du den Schuh da rüber. Ja genau. Und jetzt ziehen. Komm, das schaffst du!“

Kind: „Ja! Ich hab’s geschafft.“

Elternteil: „Ich habe dir geholfen, es alleine zu schaffen.“

Kind: „Ja! Ich kann das jetzt!“

Elternteil: „Bist du stolz auf dich?!“

Kind: „Ja, ein bisschen stolz. Jetzt noch mal ganz alleine machen. Ganz alleine.“

Elternteil: „Genau! Und jetzt sagst du: ‚Ich bin groß!‘“

Kind: „Ich bin groß.“

Elternteil: „Ja, genau. Du bist groß. Du kannst das.“


Okay, dabei belassen wir es für den Moment. Dieser Giraffen-Dialog ist natürlich ganz anders als der mit dem Wolf. Was ist der Unterschied? Nun, das Elternteil hat erkannt, dass das Kind Elterliche Führung braucht und hat ihm diese Führung ganz klar gegeben. Das Elternteil hat den Ärger des Kindes empathisch begleitet und dann Ansagen gemacht und gesagt, welcher Schritt als nächstes kommt, das Kind also da durchgeleitet. Gleichzeitig durfte das Kind es selber machen. Und dann haben die beiden ihren Erfolg gefeiert und gemeinsam einen positiven Glaubenssatz gesprochen.

Beispielhafte Dialoge für die zweite Autonomiephase (zwischen fünf oder sechs und acht Jahren etwa)

Situation: Dein Kind sitzt an den Hausaufgaben und kommt schleppend voran.

Der Wolf spricht

Elternteil: „Sitzt du denn immer noch an den Hausaufgaben?“

Kind: „Ja. Ich check das einfach nicht. Ich bin zu dumm dafür.“

Elternteil: „Du kannst doch nicht jeden Tag sagen, dass du dumm bist. Mach doch einfach deine Aufgaben und dann ist gut.“

Kind: „Ja aber es geht halt einfach nicht!“

Elternteil: „Alle anderen kriegen es doch auch hin.

Kind: „Ja, eben. Nur ich nicht.“

Elternteil: „Mein Gott, dann setz dich doch jetzt mal hin und gib dir Mühe. Ich verstehe das Problem nicht. Ich kann auch nicht bei jedem Scheiß danebensitzen! Du wirst doch wohl mal deine Aufgaben da hinkriegen? Weißt du, was das sind? Das sind Pipifax-Aufgaben.“

Kind: „Das ist ja wohl der Beweis. Kann ich nicht. Ich bin zu blöd.“

Elternteil: „Ich kann das echt auch nicht mehr hören. Wenn das jetzt jedes Jahr so weiter geht in der Schule mach ich mir bald Ohrenstöpsel rein.“


Ja, das war der Wolf, der da ordentlich gebrüllt hat. Wenn dein Kind sagt „Ich bin dumm“, so spricht daraus ein unerfülltes Bedürfnis – beispielsweise nach Unterstützung, Orientierung, Zuverlässigkeit oder Führung. Und jetzt schauen wir uns an, wie du in so einem Moment anders reagieren kannst. Damit dein Kind erlebt: „Ich kann mir Hilfe holen. Zusammen mit Mama/Papa finde ich eine Lösung. Ich schaffe das.“


Die Giraffe spricht

Kind: „Ich kann das nicht. Ich weiß nicht, wie das geht. Ich bin so dumm.“

Elternteil: „Das nervt dich jetzt gerade richtig, oder?!“

Kind: „Ja, Mann! Ja!”

Elternteil: „Fühlst du dich überfordert?!“

Kind: „Ich kann das einfach nicht. Ich bin einfach zu blöd dafür. Alle anderen können das schon.“

Elternteil: „Und da bist du jetzt total enttäuscht?!“

Kind: „Ja, ist doch kacke!“

Elternteil: „Du würdest es gern können.“

Kind: „Ja.“

Elternteil: „Da brauchst du jetzt wahrscheinlich Unterstützung.“

Kind: „Meinst du?“

Elternteil: „Na ja, du möchtest es gerne schaffen, habe ich gehört. Nur dir fehlt die Idee, wie es geht. Also dürfen wir rausfinden, wie du das machen kannst.“

Kind: „Ja. Ich möchte das gern so können wie die anderen.“

Elternteil: „Das heißt, dass du Hilfe brauchst, eine Lösung zu finden. Und darum kümmern wir uns jetzt gemeinsam.“

So und dann könnt ihr euch überlegen, was geeignete Strategien sein können. Und dann probiert ihr das eine Zeitlang aus und dann kannst du noch mal ins Gespräch gehen und dein Kind fragen, wie es jetzt mit den Matheaufgaben läuft. Denn ihr findet gemeinsam für alles eine Lösung. Und dann feiert ihr das. Und wiederholt immer wieder den Glaubenssatz: „Ich bin klug. Ich schaffe das. Ich schaffe alles, was ich will.“

Beispielhafte Dialoge für die dritte Autonomiephase (ab neun Jahren etwa)

Situation: Dein Teenager kommt verheult nach Hause, geht sofort auf sein Zimmer und knallt laut die Zimmertür hinter sich zu.

Der Wolf spricht

Elternteil: „Also echt ey, sag mal geht’s noch? Was ist denn los mit dir?“

Kind: „Lass mich in Ruhe!“

Elternteil: „Jetzt mach bloß nicht wieder einen auf Dramaqueen. Ich komme jetzt rein!“

Kind: „Nein, lass mich!“

Elternteil: „Es ist immer noch meine Wohnung!“ (Geht ins Zimmer.) „Sag mal, was liegst du denn mitten am Tag auf dem Bett rum! Steh mal auf jetzt!“

Kind: „Du magst mich auch nicht. Keiner mag mich.“

Elternteil: „Ja, wie denn auch? Wenn du schon wieder wie so ein Stück Holz auf dem Bett liegst?“

Kind: „Das ist mein Zimmer! Lass mich!“

Elternteil: „Jedes Mal dieses Drama. Nach der Schule kannst du nicht einmal nach Hause kommen und alles ist gut. Und jetzt kommst du mir wieder mit diesem Kram, dass keiner dich mag. Da musst du halt auch mal an dir arbeiten!“

Kind: „Geh raus. Lass mich.”

Elternteil: “Ja okay. Ich hab eh genug.“

 

Hm, ja. Geht anders. Und zwar mit der empathischen Sprache der Giraffe. Etwa so:


Die Giraffe spricht

Elternteil (klopft an der Tür): „Hallo?“

Kind: „Nein!“

Elternteil: „Brauchst du deine Ruhe?“

Kind: „Ja.“

Elternteil: „Okay. Ich bin da.“

Kind: „Ist mir egal. Mich mag eh keiner.“

Elternteil: „Hm? Was hast du gesagt?“

Kind: „Keiner mag mich.“

Elternteil: „Du bist ja ganz traurig! Ich komm mal rein, okay?“

Kind: „Meinetwegen. Mir egal.“

Elternteil (geht ins Zimmer): „Ich sehe, dass du ganz geschafft bist. Kannst nur noch auf dem Bett liegen.“

Kind: „Ja, mir geht's richtig scheiße. Keiner mag mich.“

Elternteil: „Das ist dein Eindruck?“

Kind: „Ja.“

Elternteil: „Und jetzt bist du richtig traurig?!“

Kind: „Ja. Ich finde mich ja selber scheiße gerade. Richtig kacke.“

Elternteil: „Ist heute in der Schule was passiert?“

Kind: „Ja.“

Elternteil: „Magst du erzählen, was da heute los war?“

Kind: „Na ja, die in meiner Clique, die hängen alle immer so zusammen ab. Und wie es mir geht, ist denen irgendwie egal.“

Elternteil: „Keiner fragt dich?! Du hast den Eindruck, die interessieren sich voll wenig für dich?!“

Kind: „Ich bin denen völlig schnurz. Es ist denen egal, was ich mache, ob ich da bin oder ob ich weg bin.“

Elternteil: „Dann bist du manchmal ganz verzweifelt und einsam?! Und dann denkst du, keiner mag dich?!“

Kind: „Ja, klar. Ich will halt auch mit meinen Freunden was machen. Und dass sie mich mögen.“

Elternteil: „Das ist schwer. Gibt es denn was, was du an dir magst?“

Kind: „Manchmal kann ich ganz witzig sein, finde ich. Nur heute habe ich irgendwie nur blöde Witze gemacht. Hat keiner gelacht.“

Elternteil: „Nur du.“

Kind: „Ja.“

Elternteil: „Ist dir so wichtig, dass die anderen dich mögen?“

Kind: „Ja, schon.“

Elternteil: „Welcher Mensch ist der Wichtigste für dich?“

Kind: „Meine beste Freundin.“

Elternteil: „Also, ich glaube was anders. Ich glaube, der wichtigste Mensch bist du selber. Komm, nimm mal meine Hand. Wir gehen mal hier zum Spiegel. Na, was siehst du da im Spiegel?“

Kind: „Na, mich.”

Elternteil: „Und was gefällt dir?“

Kind: „Hm.“

Elternteil: „Gefallen dir deine Haare?“

Kind: „Ja. Ich könnte mal wieder zum Haareschneiden gehen.“

Elternteil: „Gut, da kannst du dich ja kümmern. Okay. Magst du deine Augen?“

Kind: „Ja, die Augen mag ich.“

Und so weiter. Mit meinem Sohn habe ich solche Situationen früher ganz oft gehabt. Ich habe ihm immer und immer wieder gesagt: Das Wichtigste ist, dass du dich magst. Und wenn du sagst: „Ich mag nicht, wie ich reagiere, wenn mir jemand was sagt“ oder „Ich mag nicht, wie ich lache“, dann können wir uns überlegen, was du machen kannst, damit du dir gefällst.

Meine 5 Top-Tipps für starken Selbstwert

Nachdem wir das Thema „Selbstwertgefühl stärken“ für alle drei Entwicklungsphasen deines Kindes einmal durchgespielt haben, möchte ich dir meine Top-Tipps jetzt noch einmal ganz komprimiert mit auf den Weg geben.

Top-Tipp 1: Schenke bedingungslose Liebe.

Egal was dein Kind sagt, egal was dein Kind denkt: Nimmt es so an, wie es ist. Verzichte auf Verurteilungen. Denn auch hinter jedem „Kackscheiß-Mama“ steckt ein unerfülltes Bedürfnis, auf das dich dein Kind hinweisen möchte. Alle Gefühle deines Kindes dürfen da sein – nimm sie empathisch an. Schult euren Gefühls- und Bedürfniswortschatz und verknüpft die Gefühle mit den unerfüllten Bedürfnissen.

Top-Tipp 2: Verzichte auf Belohnung und Bestrafung.

Sobald du Bestrafung einsetzt, hast du keine bedingungslose Liebe mehr. Und das Gleiche gilt für sämtliche Belohnungssysteme für Kinder. Du bist dann weit weg von Verstehen und Verstandenwerden. Verbindung? Fehlanzeige.

Top-Tipp 3: Es ist nie zu spät, um mit der GFK anzufangen.

Auch wenn du dein Kind bisher ohne GFK begleitet hast: Es gibt da kein „zu spät“, um damit anzufangen. Je älter dein Kind wird, desto mehr kannst du ja auch sagen: „Du, ich möchte hier in meiner Elternschaft was ändern. Daran, wie ich mit dir umgehe. Ich habe mir da was angeguckt – das probiere ich jetzt mal aus.“

Und dann braucht es vielleicht etwas Zeit, bis es so läuft, wie du dir das gedacht hast. Das ist okay. Das könnt ihr dann auch zusammen bedauern. Nehmt gern das Bedauern als Ritual in euren Familienalltag auf.

Top-Tipp 4: Findet gemeinsame Rituale, die den Selbstwert stärken

Ach ja, apropos Rituale. Da gibt’s noch mehr als Feiern und Bedauern (was zugegeben mein absolutes GFK-Lieblingsritual ist). In meiner Familie ziehen wir morgens immer eine Karte aus meinem Herzkartenset. Das sind stärkende Sätze für den Selbstwert deines Kindes. Und die sind immer verknüpft mit einem Bedürfnis, das auch in Kindersprache erklärt ist. Sogar mein achtzehnjähriger Sohn macht da noch gelegentlich mit.

Top-Tipp 5: Gib dem Prozess die Zeit, die er braucht.

Der Selbstwert deines Kindes entwickelt sich durch die Bindung, die nach und nach entsteht. Mit meinem achtzehnjährigen Sohn führe ich immer noch manchmal Gespräche, weil es ihm schlecht geht oder er an sich zweifelt. Klar, da fangen wir dann keineswegs bei null an, denn mein Sohn ist seit seinem ersten Lebensjahr mit der GFK aufgewachsen. Da fruchten solche Gespräche noch mal ganz anders. Gleichzeitig sind auch wir nie „fertig“ mit der Arbeit am Selbstwert.

Falls du dir nun noch konkrete Übungen wünschst, wie du das Selbstbewusstsein beim Kind stärken kannst – dazu habe ich einen eigenen Artikel für dich.

Fazit

Ein starkes Selbstwertgefühl entsteht bei deinem Kind Schritt für Schritt: indem du deine Elterliche Verantwortung wahrnimmst und deinem Kind bedingungslose Liebe und klare Elterliche Führung schenkst. Indem dein Kind immer wieder erlebt: „Ich werde verstanden. Ich darf Fehler machen. Ich werde geliebt – so wie ich bin. Und gemeinsam finden wir für alles eine Lösung.“

Das braucht Zeit und viele Wiederholungen. Doch immer, wenn dein Kind traurig, verzweifelt oder frustriert ist, steckt darin für dich die Chance, dass du hinschaust und dein Kind empathisch begleitest. Und die Chance, dass aus genau solchen Momenten dein Kind Vertrauen in sich selbst entwickeln kann. Entscheidend ist, dass du dranbleibst und deinem Kind immer wieder die Erfahrung schenkst: „Mama/Papa ist für mich da. Ich bin wichtig. Ich werde gesehen.“

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Herzlich willkommen auf meinem Blog!

Ich bin Kathy Weber, zweifache Mama und ausgebildete Trainerin der Gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg.
Ich helfe dir zu verstehen, was dein Kind dir mit seinem Verhalten wirklich sagen möchte und wie ihr Konflikte im Alltag in Verbindung lösen könnt.

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